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Diversity-Debatte
Führen Frauen wirklich besser?

Bislang fehlen empirische Belege, dass Frauen anders führen und Unternehmen erfolgreicher machen. Doch erst dann wird ein Business-Case daraus. In der Diversity-Debatte gibt es einige blinde Flecke. Ein Analyse.
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Vor kurzem habe ich eine Diversity-Konferenz besucht. Also eine Diskussionsveranstaltung, bei der sich ein überwiegend weibliches Publikum darüber austauscht, wie sich der Anteil von Frauen und Minderheiten in den Führungsetagen der Wirtschaft erhöhen lässt. Am Ende des Tages hatte ich ein neues Wort gelernt, und für mich blieben drei Fragen offen.

Das neue Wort lautet „Mansplaining“, ein Neologismus aus „Man“ und „Explaining“. Offenbar leiden viele Frauen unter Männern, die ihnen die Welt erklären – ungefragt und ohne es wirklich besser zu wissen. Ein Mann, der keiner gängigen Minderheit angehört und sich kritisch zu Diversity-Themen äußert, steht ja schon fast automatisch im Verdacht des Mansplaining. Auch deshalb will ich hier keine fertigen Antworten geben, sondern lediglich aufzeigen, was ich an der Diversity-Debatte nicht verstehe.

Erstens: Warum stellen sich Frauen in ihrem Anspruch auf mehr Präsenz in den Führungsetagen so bereitwillig in eine Reihe mit Minderheiten? Auf der Diversity-Konferenz schien es zum guten Ton zu gehören, dass einem das Kürzel „LGBTI“ flüssig über die Lippen geht. Die Abkürzung steht für „Lesbian, Gay, Bisexual, Transsexual, Intersexual“ und bezeichnet all jene sexuellen Minoritäten, die es in Unternehmen ebenfalls schwer haben aufzusteigen. Zu den wichtigsten Initiativen der Wirtschaft in Sachen Diversity gehört die „Charta der Vielfalt“, mit der sich Unternehmen verpflichten, alle Arten von Minderheiten zu fördern – und auch Frauen.

Selbstverständlich sollten Minderheiten die gleichen Aufstiegschancen haben wie weiße, heterosexuelle Männer und Frauen. Manche Mechanismen der Diskriminierung gegenüber Frauen und Minderheiten mögen auch tatsächlich identisch sein. Aber mal rein taktisch gedacht: Mache ich als Frau meinen Machtanspruch nicht unnötig klein, wenn ich ihn in eine Reihe mit dem von Transsexuellen einordne? Frauen stellen zumindest in Deutschland rund die Hälfte der Hochschulabsolventen und der Berufsanfänger. Sie sollten selbstverständlich auch 50 Prozent der Führungspositionen besetzen. In denen und nur in denen befinden sie sich derzeit noch in der Minderheit.

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Schwule haben keine Probleme mit Vereinbarkeit

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