Unternehmen in Singapur
Mitten im Geschehen

Der deutsche Brandschutzhersteller Minimax hat Singapur als Basis für Südostasien gewählt: Die Standortbedingungen sind sehr gut, und alle Märkte der Region sind leicht erreichbar. Auch die Nachfrage ist hoch.
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PekingKrise? Welche Krise? In Südostasien brummt die Wirtschaft. Die sechs Länder des örtlichen Freihandelsverbundes Asean wachsen in diesem Jahr voraussichtlich mehr als sieben Prozent. Die deutsche Brandschutzfirma Minimax profitiert direkt von dem Trend: In der Region steigt der Strombedarf, daher entstehen neue Kraftwerke - und für die liefert das Unternehmen Ausrüstung zu. „Wir erleben hier einen Auftragsboom“, sagt Helmut Wübbenhorst, Leiter des Kompetenzzentrums Südostasien bei Minimax. Die örtliche Filiale des Bad Oldesloer Unternehmens baut zurzeit aus, um die Order bearbeiten zu können. Das Team wird in den kommenden Monaten von derzeit 25 auf ungefähr 30 Mitarbeiter anwachsen.

Minimax bietet von Singapur aus hauptsächlich Sicherheitstechnik für Kraftwerke an: Brandmelder, Schaumanlagen oder Schutzeinrichtungen für Turbinen. Dem Unternehmen kommt zugute, dass das Mutterhaus schon seit langem in allen Erdteilen mit den großen Kraftwerksbauern wie Siemens, Alstom oder Mitsubishi Heavy zusammenarbeitet. Die Dickschiffe der Branche greifen dann auch in Asien auf die Dienste des bewährten Zulieferers zurück. Wegen hohen Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums steigt derzeit in der gesamten Region die Nachfrage nach Strom – weshalb sowohl Singapur als auch Indonesien und Malaysia laufend neue Kraftwerke ans Netz bringen.

So wie die Firma Minimax nutzen immer mehr deutsche Unternehmen die Vorteile Singapurs als Basis für die Boomregion Asien. Im German Centre Singapore, in dem Minimax mit seinem Büro Mieter ist, steigt derzeit die Nachfrage nach Büroraum. „Vor allem viele Mittelständler wollen derzeit hierher“, sagt Hanna Böhme, Geschäftsführerin des German Centre, einem Unternehmen der Landesbank Baden-Württemberg. „Die Wirtschaft hat für Singapur oberste Priorität." Das zeige sich unter anderem an der Effizienz der Behörden im Umgang mit Filialgründungen. Böhme ist hier "positiv überwältigt“ von der Kooperation der offiziellen Stellen.

 „Der Stadtstaat Singapur versteht sich als Serviceprovider für die Wirtschaft“, bestätigt Wübbenhorst von Minimax. Die Unternehmen haben kaum mit Bürokratie zu kämpfen. „Für die Steuererklärung reicht ein zweiseitiges Formular“, sagt Wübbenhorst. Auch Arbeitsvisa, deren Bearbeitung in anderen Länder Monate dauern kann, stellen die Behörden innerhalb von nur einer Woche aus.

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  • Minimax scheint es finanz. nicht gut zu gehen, velangt sie doch von den Zulieferern 9,5% Preisnachlaß und das wodie Zahlungsmoral bei Minimax eh schon so schlecht ist

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