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Der perfekte Lebenslauf
So wird der Weg frei ins Vorstellungsgespräch

Die meisten Personaler schauen zuerst auf den Lebenslauf, um sich ein Bild vom Bewerber zu machen. Worauf die Berater besonderen Wert legen – und wie es den Kandidaten gelingt, aus der Masse herauszustechen.
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DüsseldorfDer Lebenslauf ist die Visitenkarte des Bewerbers. Er ist das Erste, wonach der Personaler greift, um sich ein Bild vom Kandidaten zu machen. Weil er im Durchschnitt nicht mehr als fünf Minuten in eine Bewerbung investiert, will er also schnell herausfinden: Lohnt es sich überhaupt, noch das Anschreiben zu lesen oder den Bewerber gar einzuladen? Blöd, wenn sich also ein Grammatik- oder Rechtschreibfehler in die „Visitenkarte“ eingeschlichen hat. Dann war die ganze Mühe des Kandidaten nämlich umsonst: Seine Unterlagen landen direkt auf dem Absage-Stapel.

Das ist das Ergebnis einer Studie der Personalberatung „Page Personnel“, die mehr als 4000 Kandidaten und etwa 600 Berater aus Kontinentaleuropa zum perfekten Lebenslauf befragt hat. Demnach gaben alle Berater an, dass sie großen Wert auf richtige Grammatik im Curriculum Vitae legen. Ebenso wichtig seien die korrekte Ansprache, ein professioneller Ton sowie die Verwendung von Fachtermini. Laut Studie haben das die Bewerber auch bereits erkannt.

Grundsätzlich gilt: Es zählen klare Strukturen anstatt gestalterischer Elemente, denn: „Der Lebenslauf kann noch so schön gestaltet sein, wenn er nicht zur Stelle und zum Unternehmen passt, nützt er nichts“, schreibt Karriereexpertin Ute Blindert in ihrem Buch „Per Netzwerk zum Job“. Bedeutet: Der Lebenslauf sollte maximal ein bis zwei Seiten mit den wichtigsten Stationen umfassen, in gut lesbarer Schrift geschrieben und farblos sein. Blindert rät Bewerbern, einige wichtige Elemente stattdessen zu fetten, zu unterstreichen oder kursiv zu schreiben, um sie hervorzuheben.

Dass die Angaben im Lebenslauf korrekt sind, sollte man eigentlich voraussetzen können. Doch ein Drittel der Bewerber gab zu, es mit der Wahrheit im Lebenslauf nicht immer so ganz genau genommen zu haben. Genauso viele Personaler reagieren darauf gelassen – und verzeihen den Bewerbern die geschönte Wahrheit.

Ein Foto muss ein Jobsuchender in Deutschland der Bewerbung zwar heutzutage nicht mehr unbedingt beifügen. Trotzdem ist es immer noch üblich, dass Bewerber ein Bild mitschicken – schließlich wollen es die Personaler so, wie auch die Studie zeigt: Alle deutschen Berater gaben an, dass ein Foto im Lebenslauf enthalten sein sollte. Die Mehrheit (84 Prozent) der Kandidaten kommt diesem Wunsch auch nach. „Ein Lebenslauf ohne Foto wirkt in Deutschland immer unvollständig und bisher halten Personalberater daran fest“, sagt Ricardo Corominas, Managing Director bei „Page Personnel“.

Der Grund: Ein Bild verhilft zwar nicht automatisch zum Traumjob. Aber es wirkt. „Im Direktvergleich mit anderen Kandidaten mit gleichen Qualifikationen kann es helfen, durch ein professionelles Auftreten mit einem guten Foto auf sich aufmerksam zu machen“, schreibt Blindert. In anderen Ländern sind Lebensläufe ohne Bild mittlerweile normal. In Schweden beispielsweise meint nur ein Drittel der Berater, dass ein Foto zwingend notwendig ist.

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Berater wünschen sich digitale Profile

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