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Mobile Recruiting Studie 2017
Bewerben wir uns bald nur noch per App?

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Die Sicht der Kandidaten

Und wie suchen die befragten Fachkräfte mit Berufsausbildung aktuell am liebsten nach einem neuen Job? Die wichtigsten Geräte für die Jobsuche stellen mittlerweile Smartphones dar, die 76,1 Prozent der Befragten nutzen. Sie haben PCs und Laptops als Werkzeuge der Wahl abgelöst, die auf dem zweiten Rang mit 69,9 Prozent folgen. Tablets sind mit 28,5 Prozent auch relativ stark vertreten.

Zu einem ähnlichen Ergebnis bei Studenten und jungen Absolventen kommt auch die Plattform Absolventa.de in ihrer Studie „Generation Mobile“, die in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München entstanden ist. Demnach nutzen schon 43 Prozent der Befragten ihr Smartphone zur Jobsuche, welches damit für die Jobsuche bereits genauso so oft genutzt wird wie der stationäre PC.

„Diese Tatsache sollte allerdings nicht dahingehend interpretiert werden, dass die Jobsuche heute vorwiegend in Bus und Bahn auf dem Weg zur Arbeit, im Café oder in der Pause beim Noch-Arbeitgeber stattfindet“, so die Studienautoren von meinestadt.de. Stattdessen suchen Fachkräfte vor allem zu Hause nach neuen beruflichen Möglichkeiten. Auf die Frage nach dem Ort der Jobsuche gaben 90,3 Prozent „zu Hause“ an, rund die Hälfte der Teilnehmer sucht unterwegs und 18,0 Prozent schielen beim Noch-Arbeitgeber schon einmal auf neue Jobangebote. Das Smartphone ist also aktuell nicht nur das Mittel der Wahl für die „mobile Jobsuche“, wenn man darunter die Suche „on the go“ versteht. Fachkräfte fahnden heute durchaus in den eigenen vier Wänden mit mobilen Endgeräten nach Jobs.

Modernes Recruiting besteht aber nicht nur darin, Anzeigendesigns für mobile Endgeräte zu optimieren. „Arbeitgeber müssen ihre Stellenangebote auf das Informationsbedürfnis des Bewerbers in verschiedenen Nutzungssituationen ausrichten – ob zu Hause oder unterwegs. Stellenanzeigen, die in Ruhesituationen gelesen werden, müssen andere Anforderungen erfüllen als in Situationen, bei denen ein schneller Überblick gefragt ist“, erklärt HR-Experte Wolfgang Jäger von der Hochschule RheinMain. Stellenanzeigen sollten deshalb so gestaltet sein, dass alle relevanten Informationen auf den ersten Blick direkt für den Bewerber erkennbar sind. Weiterführende Informationen zum Stellenangebot, zum Arbeitgeber oder zur Unternehmenskultur sind erst im zweiten Schritt für Recherchen in Ruhesituationen relevant und können vom Bewerber bei Bedarf aufgerufen werden.

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