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Mobile Recruiting Studie 2017
Bewerben wir uns bald nur noch per App?

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Die Sicht der Personaler

So haben 43,2 Prozent der befragten Unternehmen ihren Online-Karriere-Auftritt nach wie vor in keiner Weise mobil optimiert. Dort, wo die Erkenntnis angekommen ist, hat das HR-Management immerhin schon in die mobile Optimierung von Stellenanzeigen und der Karrierewebsite investiert, aber selbst hier ist laut Studie nur eine Minderheit auf der Höhe der Zeit. Der Bewerbungsprozess ist aktuell nicht einmal bei einem Drittel der Unternehmen mobilfähig.

Auf die Frage, ob das Unternehmen mobile Bewerbungsmöglichkeiten anbietet, gab knapp ein Viertel Nein an, da sich ihrer Ansicht nach kein Bewerber über ein mobiles Endgerät bewerben würde. Weitere 19,5 Prozent bieten ebenfalls kein mobiles Bewerbungsangebot an, sind jedoch offen gegenüber mobilen Bewerbungen. 15,6 Prozent der Befragten bieten mobile Bewerbungsmöglichkeiten in ihrem Unternehmen an. Weitere 11,7 Prozent gaben an, selbstentwickelte Lösungen einzusetzen. 6,5 Prozent sind davon überzeugt, haben jedoch Probleme bei der technischen Umsetzung.

Bernd Schmitz, Leiter Personalmarketing der Bayer AG, äußerte kürzlich in einem Gespräch mit der FAZ, er sei überzeugt, dass mobile Bewerbungen zunehmen werden: „Wir haben immer mehr Kandidaten, die sagen, sie möchten den gesamten Bewerbungsprozess mobil erledigen.“ Viele hätten schon gar kein Laptop mehr. Ende des Jahres will Bayer eine App herausbringen, mit der Bewerber entweder direkt ihr soziales Netzwerk verlinken können oder ihre Unterlagen aus der Cloud dem Unternehmen einmalig bereitstellen.

Als einen der Hauptgründe, warum noch keine Handy- oder Tablet-Bewerbung angeboten wird, nennen 37,1 Prozent der Befragten, dass sie sich schlicht noch nicht mit dem Thema beschäftigt haben. Ein Fünftel gibt an, noch genug Bewerbungen über nicht-mobile Kanäle zu bekommen, während es bei 14,3 Prozent an technischen Kenntnissen fehlt. Und manchmal liegt es auch einfach daran, dass es „von oben“ nicht gewollt ist: So prallt bei 11,4 Prozent der Wunsch nach mobilen Bewerbungsmöglichkeiten am Nein der Geschäftsführung ab.

Am meisten verbreitet ist übrigens die mobile Bewerbung via E-Mails (76,7 Prozent). Über ein Drittel bietet potenziellen Kandidaten mobil optimierte Bewerbungsformulare und weniger als ein Fünftel die One-Click-Bewerbung (mittels Datenübernahme aus einem sozialen Netzwerk) als Bewerbungsform an. Lediglich 16,3 Prozent bieten den potenziellen Kandidaten eine mobile Bewerbung über eine App an.

Von Vorteil sind mobile Bewerbungsmöglichkeiten nicht nur für junge Menschen und Berufseinsteiger mit kurzem Lebenslauf. „Es eignet sich für alle Zielgruppen“, so ein befragter Personaler, „da inzwischen fast jeder ein Smartphone oder Tablet besitzt und nutzt. Zudem möchten sich viele genauso wie beim Onlineshopping mit einem Klick bewerben können, indem sie zum Beispiel ihr Xing-Profil anhängen.“

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