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Mobile Recruiting Studie 2017
Bewerben wir uns bald nur noch per App?

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Sind mobile Bewerbungen seriös?

Und noch etwas ist wichtig: Auf die Frage hin, wie schnell die Kandidaten eine Rückmeldung vom Unternehmen erwarten, ob es mit der Bewerbung weitergeht, entscheiden sich 69,4 Prozent für die Antwortoption „innerhalb von einer Woche.“ 12,2 Prozent erwarten sogar am Tag der Bewerbung oder am nächsten Tag eine Rückmeldung, während es für 12,9 Prozent okay wäre, innerhalb von einem Monat etwas zu hören.

Wie erwähnt, setzt bislang nur eine Minderheit der Unternehmen Angebote zur mobilen Bewerbung ein. Falls mobile Angebote vorhanden sind, zeigen sich die befragten Jobsucher mit diesen recht zufrieden. 61,6 Prozent der Kandidaten geben an, dass Angebote der bisherigen mobilen Stellensuche, wie zum Beispiel mobile Stellenanzeigen,
„zufriedenstellend“ waren, 14,4 Prozent schätzten sie sogar als „sehr zufriedenstellend“ ein. Knapp ein Fünftel fanden die Angebote „weniger zufriedenstellend“ und lediglich 2,8 Prozent als „gar nicht zufriedenstellend“.

Die grundsätzliche Bereitschaft, sich mobil zu bewerben, ist groß: 73,0 Prozent der Befragten würden sich mit einem Smartphone oder Tablet bewerben. Eine große Mehrheit der Fachkräfte von 65,8 Prozent erwartet von Unternehmen heutzutage die Möglichkeit zur mobilen Bewerbung.

Die Skeptiker unter den Befragten, also alle, die sich grundsätzlich nicht mobil bewerben würden, führen dafür vor allem drei Gründe an. Einer der drei Hauptargumente für die Ablehnung einer mobilen Bewerbung ist die Unübersichtlich- und Umständlichkeit (67,0 Prozent), die sich unter anderem aus den relativ kleinen Bildschirmen und Tastaturen ergibt. Die Hälfte der Befragten hat Bedenken, dass eine mobil erstellte Bewerbung weniger seriös wirkt. 43,0 Prozent glauben, ihre Stärken in einem „richtigen Anschreiben“ besser darstellen zu können.

Derzeit sind also einige Bewerber noch skeptisch, weil sie an einem mobilen Gerät eine vollständige, klassische Bewerbung sowie die damit verbundene umfangreiche Schreibarbeit abbilden müssen – etwa die Eingabe von Daten aus dem Lebenslauf und das Verfassen eines Anschreibens – was sich als schlecht vereinbar mit den Möglichkeiten erweist, die Smartphones heute bieten.

Abhilfe könnten da mobilgerechte Bewerbungsformen wie die Bewerbung per App, ein mobil optimiertes Formular oder die Kurzbewerbung schaffen. HR-Experte Jäger: „Diese Formen werden den Erfahrungen der von uns befragten Bewerber zufolge aber derzeit nur von einer Minderheit der Arbeitgeber angeboten.“ Während 90,0 Prozent der Jobsucher die Erfahrung machen, dass ihnen die Bewerbung per E-Mail angeboten wird, erhielt nur die Hälfte der Befragten die Möglichkeit, ein mobil optimiertes Bewerbungsformular zu nutzen. Lediglich ein Viertel bekam eine One-Click-Bewerbung zu Gesicht und nur 16,0 Prozent konnten sich per App bewerben.

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