Dank Einkaufstour
Deutsche Wohnen verdient deutlich mehr

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen hat kräftig Wohnungen dazugekauft und fährt nun die Früchte seiner Investitionen ein. Das Unternehmen traut sich nun eine Gewinnsteigerung von zehn Prozent zu.
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FrankfurtDer Kauf von mehr als 10.000 Wohnungen seit Jahresbeginn treibt den Gewinn des Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen nach oben. Das schnell wachsende Unternehmen erhöhte am Dienstag das Ziel für das Gesamtjahr und traut sich nun einen Gewinn aus dem laufenden Geschäft (FFO) von 110 Millionen Euro zu, zehn Millionen mehr als bislang. Analysten hatten im Schnitt schon zuvor mit 107 Millionen Euro gerechnet, 2012 waren es erst 68,2 Millionen. Die Hälfte des FFO soll als Dividende ausgeschüttet werden, die Experten erwarten für 2013 eine Anhebung um 50 Prozent auf 32 Cent je Aktie. Im zweiten Quartal verdoppelte sich der FFO im Vergleich zum Vorjahr auf 29,7 Millionen Euro.

Hauptgrund für den gestiegenen Optimismus sind die Neuerwerbungen im Großraum Berlin und in Dresden, die im ersten Halbjahr allein 40 Millionen Euro Mieteinnahmen brachten. Insgesamt hat Deutsche Wohnen in diesem Jahr für neue Wohnungen fast 600 Millionen Euro ausgegeben. "Mit den Zukäufen haben wir unsere Kern- und Wachstumsregionen gestärkt und können so die Skalierungseffekte unserer operativen Plattform nutzen", sagte Vorstandschef Michael Zahn. Die erworbenen Objekte versprächen eine überdurchschnittliche Eigenkapitalrendite. Sobald sie in den Konzern integriert seien, soll ihr FFO acht Prozent des Eigenkapitals erreichen. Insgesamt liegt Deutsche Wohnen zurzeit bei fünf Prozent FFO-Rendite, wie ein Sprecher sagte.

Insgesamt gehören der Deutschen Wohnen derzeit mehr als 90.000 Wohnungen, der größte Teil davon in Berlin. Zwischen 100 und 150 Millionen Euro Eigenkapital könnte das Unternehmen nach der Kapitalerhöhung Anfang des Jahres für Akquisitionen noch ausgeben, sagte Finanzvorstand Lars Wittan am Dienstag. Rund 2000 Wohnungen habe das Unternehmen derzeit vorwiegend in der Kernregion konkret im Blick, in kleineren Paketen von 500 bis 1000 Einheiten.

Zu größeren Wachstumsschritten blieb Wittan vage. Deutsche Wohnen wird seit längerem als Interessent an der ebenfalls auf Berlin konzentrieren GSW gehandelt. "Wir sehen keine Notwendigkeit, schnell zu handeln", sagte Wittan. "Aber wir beobachten den Markt genau." Doch zu viel bezahlen wolle die Deutsche Wohnen nicht. Die GSW ist an der Börse derzeit 1,57 Milliarden Euro wert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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