Deutsche Annington
Rekordgewinn in Aussicht – dank Gagfah-Übernahme

Die Übernahme der Konkurrentin Gagfah macht sich für die Deutsche Annington bezahlt: Der Immobilienkonzern rechnet für dieses Jahr mit einem Rekordgewinn. Damit übertrifft die Annington sogar ihre eigenen Erwartungen.
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FrankfurtDie Übernahme der Konkurrentin Gagfah soll Deutschlands größtem Wohnungskonzern Deutsche Annington in diesem Jahr einen Rekordgewinn bescheren. Das Unternehmen veröffentlichte am Montag erstmals eine Prognose für das gemeinsame Unternehmen, das demnächst Vonovia heißen wird. Demnach soll das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO) auf 530 bis 550 Millionen Euro steigen.

Annington-Chef Rolf Buch gibt mit der Integration Gas: „Wir wollen Ende des Jahres fertig sein“, sagte er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Den Anlegern stellt er für 2015 eine Dividende von einem Euro je Aktie in Aussicht, im vergangenen Jahr waren es noch 78 Cent. Börsianer jubelten. Die Annington-Aktie setzte sich im frühen Handel mit einem Plus von sieben Prozent an die Spitze im Nebenwerteindex MDax.

Bislang hatte Annington - ohne Berücksichtigung der Gagfah - im laufenden Jahr ein Ergebnis von 340 bis 360 Millionen Euro angepeilt. Im ersten Quartal standen nun bereits 115,7 (Vorjahr: 61,9) Millionen Euro zu Buche. Seit März fließt Gagfah in die Ergebnisrechnung ein.

Annington hatte die milliardenschwere Übernahme zu Jahresbeginn unter Dach und Fach gebracht. Entstanden ist ein Immobilienunternehmen mit bundesweit mehr als 350.000 Wohnungen und einem Portfoliowert von 21 Milliarden Euro - nach eigenen Angaben das zweitgrößte börsennotierte Immobilienunternehmen in Kontinentaleuropa nach der französischen Unibail-Rodamco. Auf dem Heimatmarkt ist Annington jetzt unangefochtener Branchenführer. Auf Platz zwei befindet sich mit deutlichem Abstand die ebenfalls expansionshungrige Deutsche Wohnen.

Annington-Chef Buch zeigte sich mit den bisherigen Integrationsschritten zufrieden. Es zeichne sich ab, dass die Synergieeffekte größer ausfielen als erwartet. „Wir sind mitten in der Integration, können aber bereits jetzt feststellen, dass der Zusammenschluss auf der wirtschaftlichen Seite erfolgreicher als erwartet sein wird“, erklärte er. Ursprünglich hatte er 84 Millionen Euro veranschlagt. Jetzt stellt er bis Ende 2017 etwa 130 Millionen Euro in Aussicht, weil viele Verwaltungsaufgaben gebündelt werden können. Bis Juli soll dieser Teil abgeschlossen sein, danach geht es bis Jahresende an die Integration der Immobilienbestände. Insgesamt will Annington in diesem Jahr zwischen 600 und 620 Millionen Euro in die Instandhaltung und Modernisierung von Wohnungen stecken. Das entspricht nach Konzernangaben rund 31 Euro pro Quadratmeter - im Branchenvergleich viel.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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