Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter
Kleine Schritte statt großer Pläne

PremiumDie Fusion der Deutschen Börse mit der London Stock Exchange steht vor dem Aus, auch wegen handwerklicher Fehler. Jetzt muss Chef Carsten Kengeter die Strategie ändern – und womöglich auch sich selbst.

FrankfurtFür große Pläne greift Carsten Kengeter (49) gern zu großen Worten: „Die Dinge müssen sich ändern, damit alles bleibt, wie es ist“, zitierte der Börsenchef aus dem „Gattopardo“ des Schriftstellers Giuseppe Tomasi di Lampedusa. Ohne die Fusion mit London drohe der Deutschen Börse ein Bedeutungsverlust, warnte er. Jetzt liegt Kengeters Plan, einen europäischen Börsengiganten zu schmieden, in Scherben.

Kengeter muss nun beweisen, dass die Börse auch auf eigenen Beinen stehen kann – und dazu nicht nur seine Strategie ändern, sondern womöglich auch sich selbst. Statt großer Pläne sind die kleinen Schritte gefragt. Vordergründig geht es um Forderungen der EU-Wettbewerbshüter,...

 
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