Deutsche Post
Verdi will Poststreik ausweiten

Jeder zehnte Brief kommt wegen dem Streik bei der Deutschen Post verspätet an. Diese Zahl dürfte sich bald deutlich erhöhen – die Gewerkschaft Verdi will den Ausstand auf Briefträger und Paketboten ausweiten.
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Berlin/BonnBei der Deutschen Post steht in den kommenden Tagen eine massive Ausweitung unbefristeter Streiks an. Nachdem am Dienstag vor allem in den Briefverteilzentren rund 8.000 Beschäftigte dem Aufruf von Verdi zu Arbeitsniederlegungen gefolgt waren, sollen jetzt auch Briefträger und Paketboten schrittweise in den Ausstand einbezogen werden, kündigte die Gewerkschaft am Dienstag an.

Nach Angaben der Post verzögern sich durch die Streiks rund sieben Millionen Briefsendungen – knapp elf Prozent der täglichen Menge von rund 65 Millionen Sendungen.

Verdi hatte am Montag bundesweite und unbefristete Streiks bei der Post ausgerufen. Das Klima zwischen Verdi und dem Post-Management ist seit Monaten vergiftet.

Entzündet hatte sich der Konflikt an der Ankündigung des Bonner Konzerns, Tausende neue Stellen zu schaffen – allerdings in 49 neuen Gesellschaften, für die niedrigere Löhne als im Konzern gelten. Die neuen Firmen orientieren sich an den Tarifverträgen der Logistik-Branche. Verdi will die Post mit dem unbefristeten Streik zwingen, dass auch bei den Tochterunternehmen der höhere Haustarif gezahlt wird.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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