Frankreich
Wettbewerbsbehörde ermittelt gegen Personalvermittler

Adecco und Randstad sind die beiden größten Personalvermittler der Branche. Nun bekommen sie Besuch von den Wettbewerbshütern. Die Anleger der Unternehmen stört das nicht im Geringsten: Beide Titel legen zu.
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Zürich/AmsterdamDie französische Wettbewerbsbehörde knöpft sich mehrere Unternehmen aus der Personalvermittlungsbranche vor. Der Weltmarktführer Adecco teilte am Donnerstag mit, die Behörde habe im Zusammenhang mit mutmaßlichen Verstößen gegen das französische Wettbewerbsrecht Ermittlungen gegen das Schweizer Unternehmen und einige Konkurrenten aufgenommen. Ein Sprecher ergänzte, Adecco erwarte keinen signifikanten Einfluss der Untersuchungen auf den Konzern in seinem größten Markt.

Betroffen von dem Verfahren ist auch die niederländische Randstad, die Nummer Zwei der Branche. Wie Adecco will auch Randstad mit der Behörde zusammenarbeiten. Ein Sprecher erklärte, er vermute, dass die Untersuchung den unbefugten Austausch von Informationen betreffe. Die Beamten hätten das Randstad-Büro in Paris am Mittwoch aufgesucht und Dokumente beschlagnahmt. Die französische Wettbewerbsbehörde wollte vorerst keine Stellungnahme abgeben.

Ausgehend von früheren Bußen schätzt ING-Analyst Marc Zwartsenburg, dass auf Randstad Zahlungen von 17,7 Millionen und auf Adecco von 29 Millionen Euro zukommen könnten. Dies entspreche bei beiden Firmen drei bis vier Prozent des Gewinns je Aktie. Die Anleger zeigten sich wenig beeindruckt. Die Adecco-Aktien stiegen am Vormittag ein Prozent, Randstad gewannen 0,4 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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