Fraport
Griechenland will Flughafen-Deal rasch abschließen

Die scheidende griechische Regierung will die versprochenen Maßnahmen umsetzen: So will Tsipras den Verkauf von Regionalflughäfen an den Flughafenbetreiber Fraport besiegeln. Doch der Erfolg des Neustarts ist ungewiss.
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AthenTrotz der vorgezogenen Neuwahl in Griechenland will die scheidende Regierung die versprochenen Privatisierungen auf den Weg bringen. Die vereinbarten Vorhaben würden umgesetzt, sagte Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis am Mittwoch auf Fragen zur Privatisierung des Hafens von Piräus, der Eisenbahn und einer Reihe weiterer Häfen und Flughäfen. Es wird erwartet, dass Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos nach dem erwarteten Scheitern der Gespräche zur Bildung einer neuen Regierung am Donnerstag vorgezogene Neuwahlen für den 20. September ansetzt.

Ministerpräsident Alexis Tsipras war vergangene Woche zurückgetreten, nachdem er seine Mehrheit im Parlament verloren hatte. Der linke Flügel seiner Syriza-Partei hatte ihm die Gefolgschaft bei mehreren Abstimmungen über die von den internationalen Geldgebern geforderten Spar- und Reformmaßnahmen verweigert. Die Privatisierung von Staatsbesitz im Wert von 50 Milliarden Euro gehört zu den Bedingungen für die Gewährung eines dritten Hilfspakets von 86 Milliarden Euro. Der Erlös soll in die Rekapitalisierung der griechischen Banken fließen.

Nach ihrer Wahl im Januar hatte die Syriza-Regierung die geplanten Privatisierungen ausgesetzt. Jüngst wurden aber mehrere Projekte wieder auf den Weg gebracht. Griechenland will den 1,2 Milliarden Euro schweren Verkauf von Regionalflughäfen an den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport möglichst bis zum Frühjahr 2016 unter Dach und Fach bringen. Die Privatisierung komme voran und solle theoretisch bis März abgeschlossen werden, sagte der griechische Wirtschaftsminister George Stathakis am Mittwoch.

Fraport war im November 2014 zusammen mit einem örtlichen Partner als Favorit aus einem Bieterrennen für 14 Regionalflughäfen hervorgegangen. Seitdem sollte eigentlich an den Vertragsdetails gefeilt werden. Doch stoppte die neue griechische Regierung das Privatisierungsprojekt für gut eine halbes Jahr. Mittlerweile ist auch der Erfolg des Neustarts ungewiss, da nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Alexis Tsipras bald Neuwahlen anstehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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