Gewinn gesteigert
Swiss Re beteiligt Aktionäre am Gewinn

Trotz der verheerenden Explosion im chinesischen Tianjin verbessert Swiss Re die Quartalzahlen. Auch die Aktionäre profitieren. Mitte November startet der Rückversicherer den Rückkauf der eigenen Aktien.

ZürichDer Schweizer Rückversicherer Swiss Re will nach einem überraschenden Gewinnanstieg im dritten Quartal Geld an seine Aktionäre zurückgeben. Mitte November soll der Rückkauf eigener Aktien starten, teilte Swiss Re am Donnerstag mit. Der Konzern will bis zu eine Milliarde Franken ausschütten. Der zweitgrößte Rückversicherer der Welt hatte seinen Aktionären versprochen, Kapital zurückgeben, das nicht gewinnbringend investiert werden kann.

Im September hatte Swiss Re das Lebensversicherungs- und Pensionsgeschäft mit dem mehr als zwei Milliarden Dollar teuren Kauf der britischen Firma Guardian Financial Services ausgebaut . Damit konnte ein Teil des Überschusskapitals entsprechend den Rentabilitätsanforderungen des Konzerns investiert werden, erklärte Konzernchef Michel Lies. Auch nach der Übernahme von Guardian Financials und dem Aktienrückkauf bleibe Swiss Re stark kapitalisiert und finanziell flexibel, sagte Finanzchef David Cole. Die Möglichkeiten zur Zahlung von Sonderdividenden wie in den vergangenen Jahren sieht er allerdings erschöpft. An der regulären Ausschüttung will Swiss Re festhalten.

Im dritten Quartal verdiente Swiss Re trotz hoher Schadenzahlungen für die verheerende Explosion im Hafen der chinesischen Großstadt Tianjin mehr. Der Gewinn stieg zum Vorjahr um 14 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Das ist deutlich mehr als Analysten erwartet hatten, sie hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 964 Millionen Dollar gerechnet. Der Konzern profitierte davon, dass fast 400 Millionen Dollar nicht mehr benötigte Schadenreserven aufgelöst werden konnten. Zudem lief das Lebensversicherungsgeschäft rund und Swiss Re verdiente gut an den Finanzmärkten.

Die Prämien sanken um sechs Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar Milliarden Dollar. Die größte Geschäftssparte Sachversicherung steuerte dank des Ausbleibens teurer Naturkatastrophen und trotz Tianjin ein Fünftel mehr Gewinn bei als vor einem Jahr. Die Schadenzahlungen für die Tianjin-Katastrophe veranschlagt Swiss Re auf 250 Millionen Dollar. Nach Schätzungen des führenden Rückversicherers Münchener Rück wird die verheerende Explosion im Hafen der chinesischen Großstadt die Versicherer bis zu drei Milliarden Dollar kosten.

Swiss Re sieht sich weiterhin auf Kurs zu seinen Finanzzielen. Unter anderem strebt der Rückversicherer im Schnitt einen Gewinnanstieg je Aktie von zehn Prozent an. Die Anleger honorierten die Quartalsbilanz. Mit einem Kursplus von 1,3 Prozent gehörten die Swiss-Re-Aktien zu den größten Gewinnern im Schweizer Leitindex.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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