Hotel-Fusion
Chinesen funken Marriott bei Starwood-Deal dazwischen

Die Hotelkette Marriott International will den Konkurrenten Starwood übernehmen. Doch nun macht auch eine Gruppe unter der Führung eines chinesischen Investors ein Angebot – und zwar nicht unbedingt ein schlechtes.

BethesdaDie Hotelkette Marriott International bekommt bei der geplanten Übernahme ihrer Rivalin Starwood Konkurrenz. Eine Bietergruppe unter Führung des chinesischen Investors Anbang habe ebenfalls eine Offerte unterbreitet, teilte Marriott am Montag mit. Das Konsortium wolle je Starwood-Aktie 76 Dollar bezahlen, gab die umworbene Gesellschaft Starwood Hotels bekannt.

Damit würde sich die Offerte auf etwa 12,8 Milliarden Dollar (11,5 Mrd Euro) belaufen und über dem Marriott-Angebot liegen. Anbang hatte 2014 bereits das berühmte Waldorf-Astoria-Hotel in New York gekauft.

Marriott betonte in einer Mitteilung, an dem eigenen Gebot festzuhalten. Zudem machte das Unternehmen öffentlich, dass Starwood 400 Millionen Dollar zahlen müsste, um von der im November vereinbarten Fusion zurückzutreten. Gemeinsam bringen es die Unternehmen, die sich eigentlich Mitte 2016 zusammenschließen wollen, auf 30 Hotelmarken.

Der Starwood-Verwaltungsrat seinerseits erklärte, dass er weiterhin die Offerte von Marriott unterstütze. Die Unternehmen wollen Investoren am 28. März auf einer außerordentlichen Aktionärsversammlung über den Zusammenschluss abstimmen lassen.

Zu Marriott gehören diverse Hotel-Ketten, unter anderem Ritz-Carlton. Starwood betreibt beispielsweise Le Méridien, Westin oder Sheraton.

Die Starwood-Aktie erhielt nach Bekanntwerden des Angebotes aus China starken Kursauftrieb. Das Papier stieg im vorbörslichen US-Handel zeitweise um über acht Prozent. Die Titel von Marriott lagen zuletzt mit gut zwei Prozent im Plus.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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