Kunden murren über Streik
„Wann bekomme ich endlich meine Post?“

Im Post-Streik ist kein Ende absehbar. Millionen Briefe und Pakete kommen verspätet an. Das wird für viele Privatleute zum Problem. In der Wirtschaft gibt man sich dagegen vorerst gelassen.
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München/BonnDer Dauer-Streik bei der Deutschen Post wird für viele Verbraucher zur Geduldsprobe. Ob Bewerbungsschreiben, die nicht ankommen, Konzerttickets für die Lieblingsband oder wichtige Rechnungen, für die Mahngebühren drohen - vor allem Privatleuten machen die Folgen des Tarifkonflikts zwischen der Post und der Gewerkschaft Verdi zu schaffen.

Auf der Facebook-Seite des gelben Riesen machen manche ihrem Unmut Luft. „Wann bekomme ich endlich meine Post? Seit zwei Wochen Leere im Briefkasten. So langsam schwindet meine Verständnis!“, lautet noch einer der milderen Kommentare.

Die Post bittet um Geduld - und verweist regelmäßig darauf, dass rund 80 Prozent der Briefe und Pakete pünktlich ankommen. Manche Privatkunden wollen sich darauf aber offenbar nicht verlassen und weichen auf Alternativen aus.

So registrieren Post-Konkurrenten einen deutlich größeren Zulauf von Privatkunden in ihren Shops, aber auch zunehmende Anfragen kleiner und mittlerer Firmen, wie der Vorsitzende des Bundesverbandes der Kurier-Express-Post-Dienste, Andreas Schumann, berichtet.

Aktionärsschützer warnen bereits vor größeren Kundenverlusten. Allerdings unterhalten große Unternehmen vielfach langfristige Verträge mit der Post - und zeigen sich bisher weitgehend gelassen.

Zwar müssen vor allem Versandhändler Schwierigkeiten bewältigen und teils auch höhere Kosten schultern, doch sehen sich beispielsweise Versicherer und auch Banken nur wenig betroffen von dem Ausstand, weil immer größere Teile des Geschäfts digital abgewickelt werden. Auch regional fallen die Folgen sehr unterschiedlich aus.

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Wieso der Streik für manche Unternehmen teuer ist

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  • Man kann das Streikrecht auch überstrapazieren.
    Mir reicht es. Ich werde die Post wo imer sich eine Möglichkeit auftut links liegen lassen und mein Beförderungsentgelt einem Wettbewerber zukommen lasen.
    Thomas Kohlmeier, Porta Westfalica

  • 80 %, das ist wohl ein Witz! Seit 2 Wochen ist unser Briefkasten leer. Krankenhausberichte, Atteste, Rezepte liegen irgendwo bei der Post. Wichtige Versicherungsunterlagen haben mich nicht erreicht. Die Ärzte in der Klinik werden noch auf ihr Geld warten, denn die Rechnungen haben mich auch noch nicht erreicht. Wer zahlt die Mahnkosten. Der Streik reicht mir!!! Will ver.di bei uns italienische Verhältnisse einführen? Zieht doch endlich die Wahl für den H. Bsirske vor, damit Deutschland wieder zu normalem Wirtschaftsleben kommt.

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