Neuer Markenauftritt
Roland Bergers Plan „B“

Der neue Chef von Roland Berger poliert den Auftritt der Unternehmensberatung. Ein neues Logo namens „Titan-B“ soll die Expansion begleiten. Dafür wird auch der Firmenname verkürzt.

DüsseldorfDie Unternehmensberatung Roland Berger gibt sich zum dritten Mal in ihrer Geschichte einen komplett neuen Markenauftritt. Wichtigste Neuerungen sind ein veränderter Firmenname und ein flexibles Logo, mit dem die Münchener die jüngsten Veränderungen in ihrem Geschäftsmodell darstellen wollen. Das so genannte Rebranding, das dem Handelsblatt vorliegt, wurde von der Agentur Jung von Matt erarbeitet und startet am Montag.

Die Beratung streicht ab sofort den Zusatz „Strategy Consultants“ aus dem Firmennamen. Den hatte sie erst 2001 eingeführt, wenige Jahre nach der Trennung vom langjährigen Eigentümer Deutsche Bank. Die Gesellschaft wurde 1998 in einem Management-Buy-out von den Partnern zurückgekauft.

Der Zusatz „Strategy Consultants“ sollte die damals neue Fokussierung auf Strategieberatung unterstreichen. Zugleich setzte sich die Marke damals etwas stärker vom Namen ihres Gründers ab: Roland Berger hatte das Unternehmen im Jahr 1967 gegründet und in den 1990er-Jahren die internationale Expansion vorangetrieben.

Jetzt geht es bei den Münchenern wieder mehr in Richtung Diversifikation. „Wir glauben, dass dieser Zusatz uns in unserer Wahrnehmung am Markt eher einschränkt“, erläutert Christiane Diekmann, die bei Roland Berger Marketing und Kommunikation weltweit leitet.

Der neue Chef, der Franzose Charles-Edouard Bouée, hat für die Unternehmensberatung ein neues Geschäftsmodell geformt, mit der er die Eigenständigkeit der Münchener sichern will. Berger hatte in den vergangenen Jahren mehrfach Verkaufsgespräche geführt. Interessiert an dem Unternehmen waren vor allem die großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die ihre Beratungssparten ausbauen. Nach monatelangen Verhandlungen entschieden sich die Partner von Roland Berger Ende 2013 gegen einen Verkauf.

Das neue Geschäftsmodell geht über die klassische Strategieberatung hinaus. So ist Berger vor wenigen Monaten in die Kommunikationsberatung eingestiegen. Die Beratung übernimmt PR-Projekte für Firmen, die sich neu ausrichten, und für Infrastrukturprojekte, von denen Öffentlichkeit und Politik während Genehmigungsphasen noch überzeugt werden müssen.

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