Niederländischer Baukonzern
Deutsches Bauprojekt brockt BAM Verlust ein

Wegen Problemen bei Projekten in Deutschland und Großbritannien brechen beim niederländischen Baukonzern BAM die Gewinne weg. Insgesamt fällt durch die beiden Vorhaben ein Verlust von 75 Millionen Euro an.
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AmsterdamWegen Problemen bei Projekten in Deutschland und Großbritannien brechen beim niederländischen Baukonzern BAM die Gewinne weg. Insgesamt fällt durch die beiden Vorhaben ein Verlust von 75 Millionen Euro an, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Demnach gab es auf den Baustellen schlechte Boden- und Wetterverhältnisse. Für beide Aufträge sei zu knapp kalkuliert worden, erklärte BAM-Chef Nico de Vries. "Ich entschuldige mich für diese Ergebnisse."

BAM will nun sparen und Immobilien verkaufen und so 200 Millionen Euro im Jahr einnehmen. De Vries zeigte sich auch offen, Teile der Firma zu verkaufen. Eine Kapitalerhöhung komme dagegen nicht infrage. Die Aktionäre zeigten sich von den Nachrichten schockiert: Das Papier lag am Montagmittag etwa 25 Prozent im Minus.

BAM leidet unter der Krise der Bau- und Immobilienbranche in weiten Teilen Europas und strich im vergangenen Jahr 500 Stellen. Heute beschäftigt der Konzern noch 25.000 Mitarbeiter. Unklar war zunächst, welche Vorhaben die Probleme bereiteten. In Deutschland handele es sich um ein großes Infrastrukturprojekt, teilte der Konzern mit.

BAM baut etwa das Bundesforschungsministerium am Berliner Hauptbahnhof sowie Gebäude für die Fachhochschulen Bielefeld und Düsseldorf sowie die Universität Bonn. In Hamburg und Heilbronn errichtet das Unternehmen auch Klinikgebäude.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ach was. BAM ein Billigheimer auf dem Baumarkt auf Kosten der Nach,- oder Subunternehmer.
    Die so genannten Generalunternehmer sind überflüssig wie ein Kropf.
    Alle Risiken werden auf den Nachunternehmer abgeschoben. Der Gu-Aufschlag wird benutz zur Kontrolle der Nachunternehmer und für die Anwälte.....

    Bitte kein Mitleid für diese Herrschaften.

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