Ostdeutsche Immobilienfirma
TLG geht offenbar noch dieses Jahr an die Börse

Die ostdeutsche TLG Immobilien sucht anscheinend Banken zur Begleitung ihres Börsengangs. Insider erwarten, dass eine Entscheidung noch vor der Sommerpause fällt. Das Initial Public Offering könnte im Herbst steigen.
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FrankfurtDie ostdeutsche Gewerbeimmobilien-Firma TLG Immobilien soll Finanzkreisen zufolge noch in diesem Jahr an die Börse gebracht werden. Der Eigentümer des Unternehmens, der Finanzinvestor Lone Star, sei gerade dabei, Banken auszuwählen, die TLG beim Börsengang begleiten sollen, sagten drei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Eine Entscheidung wird noch vor der Sommerpause erwartet. Das Initial Public Offering (IPO) könne im Herbst erfolgen. „Der IPO kommt ziemlich schnell nach der Übernahme, aber Lone Star muss das Kapitalmarkt-Fenster nutzen“, sagte einer der Insider.

Lone Star hatte vor knapp zwei Jahren 1,1 Milliarden Euro für TLG Immobilien an den Bund gezahlt. Der Wohnungsbestand der ehemaligen Treuhand Liegenschaftsgesellschaft (TLG) war zuvor an die Hamburger TAG Immobilien gegangen, die sich auf billigen Wohnraum spezialisiert hat. Zu dem TLG-Portfolio, das Lone Star geschluckt hat, gehören 800 Büros, Einzelhandels-Immobilien und Hotels in Städten wie Berlin, Dresden und Rostock. Aushängeschilder der TLG sind die Berliner „Kulturbrauerei“ und der „Spreestern“ in der Bundeshauptstadt sowie das „Zwinger-Forum“ in Dresden, das ein Einkaufszentrum und ein Hotel beherbergt. Zu den Mietern von TLG zählen Konzerne wie Daimler und SAP.

Lone Star setzt auf das Interesse internationaler Investoren an Gewerbeimmobilien in Deutschland. In den vergangenen Jahren sind zwar zahlreiche Wohnungskonzerne an die Börse gegangen, an Einkaufszentren und Büros können sich Aktienanleger bisher dagegen nur spärlich beteiligen. TLG und Lone Star wollten sich zu dem Thema nicht äußern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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