Quartalsergebnisse
Europawahl füllt Kassen der Österreichischen Post

Angenehmer Nebeneffekt der Demokratie: In Österreich gaben so viele Menschen wie noch nie ihre Stimme für die Europawahl per Brief ab. Die Österreichische Post kann so ihren Gewinn steigern.
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WienDie Österreichische Post hat im zweiten Quartal von der Europawahl profitiert und ihren operativen Gewinn gesteigert. Weil bei den Wahlen zum Europa-Parlament im Mai so viele Menschen wie noch nie ihre Stimme per Brief abgaben, konnte das teilstaatliche Unternehmen die Umsatzrückgänge in dem seit Jahren schrumpfenden Geschäftsbereich ausgleichen.

Der Umsatz lag im Zeitraum von Anfang April bis Ende Juni mit 574 Millionen Euro leicht über dem Vorjahreswert, wie die Post am Donnerstag mitteilte. Der operative Gewinn (Ebit) stieg auch dank eines Sparprogramms um fünf Prozent auf 40,6 Millionen Euro.

Das Unternehmen erwirtschaftet fast zwei Drittel seines Umsatzes im Brief-, Werbe- und Filialgeschäft. Weil der klassische Brief aber zunehmend durch E-Mails ersetzt wird und große Konzerne wegen der mauen Konjunktur weniger Werbung verschicken, kämpft die Post mit Umsatzeinbußen.

Mehr Freude macht dem Unternehmen das wachsende Paketgeschäft. Immer mehr Kunden kaufen im Internet ein und lassen sich die Waren nach Hause liefern. Große Firmen nahmen zuletzt verstärkt Expressdienste in Anspruch, was die Kassen der Post ebenfalls füllte. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern weiterhin eine Steigerung beim operativen Gewinn sowie einen Umsatz auf dem Vorjahresniveau von knapp 2,4 Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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