Reform der Entsorgung: Dem Grünen Punkt droht die Verstaatlichung

Reform der Entsorgung
Dem Grünen Punkt droht die Verstaatlichung

PremiumDer Bundesrat will das Geschäft mit dem Verpackungsmüll wieder den Städten und Gemeinden überlassen – obwohl sie es einstmals abgestoßen hatten. Privaten Abfallfirmen drohen Schäden, den Verbrauchern neue Kosten.

Berlin/ DüsseldorfDie Lage scheint paradox. 26 Jahre ist es her, da riefen Deutschlands Kommunen den Müllnotstand aus, weigerten sich, weiterhin Verpackungsmüll anzunehmen, und drängten den damaligen Umweltminister Klaus Töpfer, das bitte schön Herstellern und Verkäufern aufzubürden.
Genau diese Lösung aber gilt denselben Kommunen heute als unerträglich. Über den Bundesrat wollen sie am Freitag das Duale System Deutschland (DSD), das Handel und Industrie damals als privatwirtschaftliche Abfallfirma gründeten, mit einem Federstrich beseitigen. Das Ansinnen der insgesamt 450 Städte und Kreise ist durchsichtig: Nachdem ihnen die Privatwirtschaft vorführte, wie mit Verpackungsmüll Geld zu verdienen ist, setzen sie nun alle Kraft daran,...

 
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