Steuerhinterziehung
GfK entdeckt Betrügereien bei türkischer Tochter

Einmalig 21 Millionen Euro stellt das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK zurück. Der Grund sind Unregelmäßigkeiten bei seiner türkischen Tochter. Das dortige Management soll seit Jahren betrogen haben.

BerlinDas Marktforschungsunternehmen Gfk hat Betrügereien bei seinem türkischen Tochterunternehmen aufgedeckt. Nach firmeninternen Ermittlungen seien inzwischen abberufene Manager der GfK Arastirma Hizletleri A.S. in den Verdacht geraten, mehrere Jahre lang Steuern und Sozialversicherungsbeiträge hinterzogen zu haben, teilte die GfK SE am Mittwoch in Nürnberg mit. GfK-Vorstandesmitglied Matthias Hartmann betonte, bei den Betrügereien handele sich um einen regional begrenzten „Einzelfall“.

Das Unternehmen habe inzwischen Selbstanzeige bei den türkischen Behörden erstattet und rechne mit Nachzahlungen an die Steuerbehörden und Sozialversicherungen in zweistelliger Millionenhöhe. Es sei deshalb eine einmalige Rückstellung in Höhe von rund 21 Millionen Euro gebildet worden, die im Geschäftsjahr 2012...

 
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