Studienkreis-Verkauf
Nachhilfe bald in den Händen von Investoren

Gibt es bald Nachhilfe nur noch vom Finanzinvestor? Die Organisation „Studienkreis“ wird von der Münchener Beteiligungsgesellschaft Aurelius übernommen. Cornelsen verkauft die Tochter, um sich im Kern zu sanieren.
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FrankfurtDie beiden größten deutschen Schüler-Nachhilfe-Organisationen gehören künftig Finanzinvestoren. Der „Studienkreis“ mit rund 1000 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird an die Münchener Beteiligungsgesellschaft Aurelius verkauft, wie der Käufer am Montag mitteilte. Die vor allem mit Schulbüchern bekannt gewordene Cornelsen Bildungsgruppe hatte ihre Nachilfe-Tochter im Sommer zum Verkauf gestellt, weil sie nicht zum Kerngeschäft passe. Der Kaufpreis wurde nicht bekannt. Der größere Rivale Schülerhilfe gehört bereits seit 2009 dem Mittelstands-Investor Paragon.

Der Bochumer Studienkreis erwarte in diesem Jahr trotz eines sinkenden Umsatzes von 53 (2011: 57) Millionen Euro deutlich schwarze Zahlen, erklärte Aurelius. Das Unternehmen wolle durch neue Standorte und neue Produkte wachsen. Zu den bekanntesten Beteiligungen des börsennotierten Finanzinvestors Aurelius gehören der Apfelkorn-Hersteller Berentzen und das „Traumschiff“ MS Deutschland und seiner Reederei.

Cornelsen hatte auch seinen kleinen Wissenschaftsverlag und das Geschäft mit Kinder- und Jugendbüchern (Meyers, Guinness) zum Verkauf gestellt. Mit dem Geld soll das Kerngeschäft mit den Schulbuch-Marken Cornelsen, Oldenbourg, Volk und Wissen sowie BSV gestärkt werden. Die Verlagsgruppe, die im vergangenen Jahr 423 Millionen Euro umgesetzt hatte, bereitet sich darauf vor, dass die Schulbücher der Zukunft digital veröffentlicht werden.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Studienkreis-Verkauf: Nachhilfe bald in den Händen von Investoren"

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  • Da werden die Investoren darauf dringen, die allgemeinen Schulen noch schlechter zu machen, als sie ohnehin schon sind.
    Eine starke Lobby haben die Heuschrecken ja!
    Also: Abschaffung von Mathe. Wer braucht das schon. Die Leute sollen arbeiten, und nicht ihre sinkenden Löhne nachrechnen!

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