Trotz Wachstum
Dussmann mit Rückschlag beim operativen Ergebnis

Licht und Schatten zum Jubiläum: Im 50. Jahr des Bestehens hat der Berliner Dienstleister Dussmann kräftiges Wachstum verzeichnen können. Das operative Ergebnis hat allerdings gelitten.
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BerlinDas Berliner Dienstleistungsunternehmen Dussmann blickt auf ein Jubiläumsjahr mit Licht und Schatten zurück. Zwar ist die vor allem im Gebäude- und Anlagenmanagement, Catering sowie in der Seniorenbetreuung tätige Gruppe weiter auf Wachstumskurs. Sie musste aber im Jahr ihres 50-jährigen Bestehens einen Rückschlag beim operativen Ergebnis hinnehmen. Hintergrund waren unter anderem „Fehlentwicklungen“ in der Landesgesellschaft Vereinigte Arabische Emirate, wie Vorstandschef Dirk Brouwers am Mittwoch bei der Vorstellung der Geschäftszahlen in Berlin mitteilte. Details nannte er nicht. Angaben zum Gewinn macht das Familienunternehmen mit seinen mehr als 61 000 Mitarbeitern traditionell nicht.

Das operative Ergebnis (Ebitda) sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Als Beleg führte Brouwers die Ebitda-Marge an, die den Anteil des operativen Gewinns am Konzernumsatz bezeichnet. Sie sank 2013 auf 5,6 Prozent nach 6,1 Prozent im Jahr zuvor. Insgesamt ist das Unternehmen aber weiter auf Wachstumskurs: Der Gesamtumsatz der Gruppe stieg 2013 das zehnte Jahr in Folge und legte um 6,6 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro zu.

Dazu trugen laut Brouwers alle Geschäftsbereiche bei. Besonders das Servicegeschäft in Deutschland sei stark gewachsen. Es habe sich erneut als Vorteil erwiesen, dass wesentliche Teile des Geschäfts wie Dienstleistungen für öffentliche Kunden oder die Pflege und Betreuung von Senioren sich kaum oder gar nicht konjunkturabhängig entwickelten, hieß es im Geschäftsbericht. Der Vorstandschef verwies zudem auf die Übernahme der Dresdener Kühlanlagenbau mit 500 Mitarbeitern, den ersten Zukauf im deutschen Servicebereich seit 1999.

Die Vorsitzende des Stiftungsrates, Catherine von Fürstenberg-Dussmann, räumte ein, dass es im Jubiläumsjahr neben Höhen auch Tiefen gegeben habe. Tiefpunkt sei sicherlich der Tod ihres Ehemanns Peter Dussmann gewesen. Der Unternehmensgründer war im September vergangenen Jahres nach langer Krankheit im Alter von 74 Jahren gestorben. Eine Stiftung unter Vorsitz von Catherine von Fürstenberg-Dussmann führt seit 2010 die Gruppe.

Für 2014 hält die Stiftungsratschefin einen Umsatz von zwei Milliarden Euro für möglich. Auch Vorstandschef Brouwers gab sich optimistisch mit Blick auf die Entwicklung im laufenden Jahr und kündigte an, das internationale Geschäft weiter zu stärken. Dazu sollen alle Landesgesellschaften noch enger zusammengeführt werden und die Trennung zwischen deutschem und internationalem Servicegeschäft aufgelöst werden.

Auf die Mitarbeiterzahl solle dies keinen Einfluss haben, sagte Brouwers. Es gehe nicht darum Personal abzubauen, sondern Kompetenzen zusammenzuführen. Auch der Standort Deutschland und insbesondere der Firmensitz Berlin solle weiter zentral bleiben. „Das heißt Personalaufbau“, betonte er. Die Gruppe betreibt ein „Kulturkaufhaus“ in der Hauptstadt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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