Der Werber-Rat
Welche Sponsorings wirken?

Der Fußballsport zieht mehr und mehr Menschen in seinen Bann – für Sponsoren ist das eigentliche Spiel jedoch uninteressant. Dabei ist es fraglich, ob sich das Sponsoring in diesem Milliardengeschäft überhaupt lohnt.
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Vor einer Woche startete die Bundesliga in die 53. Saison. Längst ist aus dem Zeitvertreib von Nathaniel Creswick und William Prest das Milliardengeschäft Fußball geworden. Doch während ihr Tagebuch mit der Gründungsgeschichte des ersten Fußballklubs der Welt sicher in einem Safe liegt, beschäftigt die Zuschauer heute sehr viel mehr als das „elf gegen elf“, das die Gründer des FC Sheffield im Jahr 1857 in ihrem Regelwerk erstmals niederschrieben.

Für Sponsoren lautet die Frage 158 Jahre später längst nicht mehr „Tor oder nicht Tor“. Ihr Interesse beruft sich abseits des Mäzenatentums meist auf quantitative Daten wie die TV-Sichtbarkeit in Stunden und Minuten, die Anzahl der TV-Kontakte und die Anzahl an Fans in Stadien und sozialen Netzwerken. Die Konsequenz: Auch in dieser Saison ist Banden- und Trikotwerbung neben Namensrechten das erste Mittel der Wahl.

Finanzdienstleister gaben in der vergangenen Bundesligasaison insgesamt 48 Millionen Euro an Sponsoringgeld aus – und landeten damit vor Unternehmen aus der Automobilbranche und der Telekommunikationsbranche. Wohlwissend, dass ein erster Platz auf der Sponsoringpyramide nur den Hauptsponsoren vorbehalten ist.

Doch wie viele Sponsorings setzen sich tatsächlich beim Endverbraucher positiv in den Köpfen fest? Ist eine solche Investition wirklich lohnenswert, wenn die Konkurrenten dieselbe Sportart besetzen?

Oft hilft es die Sponsoring-Pyramide auf den Kopf zu stellen und neue Wege zu gehen. Und statt einer von vielen der Einzige bei etwas Einzigartigem zu sein. Ein Hauptsponsoring beim ersten Verein der Welt ist derzeit für rund 50.000 Euro zu haben.

Wäre es nicht interessant, statt auf Sponsoring-Ebene drei oder vier bei einem Erstligisten ganz offiziell mit dem Titel „Offizieller und einziger Hauptsponsor des ersten Klubs der Welt“ zu werben?

Der Autor: Raphael Brinkert ist Mitinhaber der Agentur Jung von Matt/Sports.

Kommentare zu " Der Werber-Rat: Welche Sponsorings wirken?"

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  • Keine Antwort auf die Frage, ob Sponsorship überhaupt lohnt, statt dessen das Angebot, ein JvM/sports-Produkt (Sheffield) in Erwägung zu ziehen... Ungeachtet der Frage, ob diese Maßnahme (Sheffield-Sponsorship) richtig oder falsch ist, halte ich das geradezu für sittenwidrig, denn mit dem Unterdrücken der Info, dass JvM/sports dieses Recht (Sheffield) direkt oder indirekt im Portfolio hat, wird ja Neutralität suggeriert.
    Sollte zumindest nicht Handelsblatt-Stil sein.

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