Kolumne Werber-Rat
Meisners Botschaften

Kardinal Meisner avancierte im Laufe seiner Amtszeit zur katholischen Werbeikone. Seine provokanten Sätze sorgen für Aufmerksamkeit und das ist in Zeiten des sinkenden Interesses an Kirche generell ein Wert für sich.

Bevor Kardinal Meisner sich aus seinem Amt verabschiedet, hat er noch mal einen seiner berühmt-berüchtigten Kommentare rausgelassen. Eine Familie der konservativen Glaubensgemeinschaft „Neokatechumenaler Weg“ sei ihm lieber als fünf muslimische Familien.

Freilich rudert der Kölner Erzbischof nach empörten Aufschreien der Politik und der muslimischen Verbände zurück und beschreibt seine Wortwahl – wohlgemerkt nur diese! – als unglücklich. Aber die Botschaft bleibt: Auch wenn man als christlicher Kardinal letztlich nichts gegen muslimische Familien haben darf (unchristlich), gilt es doch, christliche Werte durch möglichst viele und möglichste große christliche Familien zu „retten“. Weil sie eben „besser“ sind. Das muss ein christlicher Kardinal...

 
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