Wohnungskonzern
LEG will weiter einkaufen

Beim Wohnungskonzern LEG Immobilien läuft es gut: Der Konzern will in Zukunft auf Einkaufstour gehen. Und auch die Aktionäre sollen endlich profitieren. 65 Prozent des operativen Ergebnisses sollen ausgeschüttet werden.
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DüsseldorfDer Wohnungskonzern LEG Immobilien will auch nach dem angepeilten Zukauf von rund 10.000 Wohnungen bis zum Jahresende weiter auf Einkaufstour gehen. Mit dem Erreichen des Ziels werde die LEG „das Pulver nicht verschossen“ haben, sagte LEG-Chef Thomas Hegel am Donnerstagabend vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung in Düsseldorf. Der Konzern wolle dabei seine Strategie nicht ändern und weiter mit Augenmaß zukaufen: „Wir bleiben vorsichtig und selektiv.“ LEG Immobilien wolle bei Übernahmen weiter Bieterwettbewerbe vermeiden, in Vertragsverhandlungen bestehe der Konzern auf Exklusivität.

LEG hatte angekündigt, bis Ende 2014 insgesamt 10.000 Wohnungen übernehmen zu wollen - rund 450 Millionen Euro wird das Unternehmen Hegel zufolge dafür voraussichtlich investieren müssen. Angesichts von rund 6.700 bereits erworbenen Einheiten fühle er sich mit diesem Ziel sehr wohl, bekräftige der Manager. In diesem Jahr sollten nur „Restbestände“ in einer Größenordnung von rund 500 Wohnungen verkauft werden - bei einem Bestand von insgesamt rund 95.000 Wohnungen.

2014 erwartet LEG ein operatives Ergebnis ohne die Erlöse aus dem Verkauf von Wohnungen (FFO I) von 155 bis 159 Millionen Euro. Darin seien Ergebniseffekte aus geplanten künftigen Zukäufen noch nicht enthalten. Von dem Gewinnanstieg sollen auch die Aktionäre profitieren. 65 Prozent des operativen Ergebnisses (FFO I) sollen als Dividende ausgeschüttet werden, bekräftigte Hegel. Diese Ausschüttungsquote sei auch für 2013 geplant.

Die von der Bundesregierung geplante Mietpreisbremse schreckt die LEG zudem als Unternehmen nicht: Internen Szenarien zufolge würden die Pläne in den Wachstumsmärkten Nordrhein-Westfalens für das Unternehmen über fünf Jahre nur Mindererträge in einer Höhe von rund 100.000 Euro bedeuten. Insgesamt sei eine Mietpreisbremse aber das „falsche Signal“ für den Wohnungsmarkt. Denn diese werde „investitionsmindernd“ wirken, sagte Hegel.

Die einst landeseigene LEG war im Februar 2013 an die Börse gegangen. Am Freitagmorgen notierten die im MDax notierten Anteilsscheine kaum verändert bei 43,95 Euro je Aktie.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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