Wohnungsvermieter
Deutsche Annington wächst mit Milliarden-Deal

Die Deutsche Annington hat ihre Stellung als Branchenprimus gestärkt: Das Unternehmen übernimmt 41.500 Wohnungen von Vitus und Dewag. Für das Geschäftsjahr 2014 rechnet der Immobilienkonzern mit einem Gewinnsprung.
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FrankfurtDie größte deutsche Wohnungsgesellschaft Deutsche Annington baut ihr Geschäft durch milliardenschwere Zukäufe deutlich aus. Der Bestand an Wohnungen werde durch zwei Übernahmen um rund 41.500 auf etwa 220.000 erhöht, berichtete Vorstandschef Rolf Buch am Freitag in Düsseldorf. Der Kaufpreis von zusammen knapp 2,4 Milliarden Euro solle unter anderem durch die Ausgabe neuer Aktien finanziert werden.Vorstandschef Rolf Buch am Freitag in Düsseldorf. Der Kaufpreis von zusammen knapp 2,4 Milliarden Euro solle unter anderem durch die Ausgabe neuer Aktien finanziert werden.

Durch die Zukäufe könne das bislang stark in Nordrhein-Westfalen vertretene Unternehmen seinen Wohnungsbestand vor allem in Norddeutschland sowie entlang der Rhein-Main-Schiene und im Süden des Landes weiter ausbauen, sagte Buch. Schwerpunkte des neuen Wohnungsbestands seien unter anderem in Bremen und Kiel, aber auch in Augsburg, Berlin und Frankfurt.

Vorstandschef Rolf Buch sagte, er sei überrascht, wie viele Wohnungsportfolien der Annington in den vergangenen Monaten angeboten worden seien. Auf Vitus und Dewag könnten weitere Deals folgen. Übernahmen von börsennotierten Rivalen sind für ihn allerdings weniger attraktiv.

Den größten Teil der jüngsten Zukäufe machen die 30.000 Wohnungen aus, die in der Vitus-Gruppe gebündelt sind, die mehrheitlich dem Finanzinvestor Round Hill gehört. Die 11.500 Dewag-Wohnungen wiederum liegen überwiegend in Süddeutschland. „Die beiden Portfolien ergänzen sich ideal“, betonte Buch.

Nach einem Anstieg der durchschnittlichen Quadratmeter-Miete um 1,9 Prozent auf 5,40 Euro im vergangenen Jahr kündigte das Unternehmen für 2014 Mietsteigerungen zwischen 2,3 Prozent und 2,6 Prozent an.

Buch kündigte zugleich mehr Investitionen vor allem in die energetische Sanierung und den seniorengerechten Umbau von Wohnungen an. Für die kommenden fünf Jahre seien dafür insgesamt rund 800 Millionen Euro geplant. Durch den Umbau könnten Senioren im Durchschnitt rund acht Jahre länger in ihren angestammten Wohnungen bleiben. Das sei auch für das Unternehmen ein gutes Geschäft, sagte Vorstand Klaus Freiberg.

Im vergangenen Jahr steigerte die Deutsche Annington das operative Ergebnis um 31,5 Prozent auf 224 Millionen Euro.

Buch hofft, dass die nun eingekauften zusätzlichen Mieteinnahmen spätestens ab 2015 den Gewinn weiter treiben. Schon im laufenden Jahr soll das operative Ergebnis (FFO) – Vitus und Dewag noch nicht eingerechnet – auf 250 bis 265 Millionen Euro steigen. 2013 fuhr Annington wie angekündigt knapp 224 Millionen Euro ein, ein Plus von über 30 Prozent. Die Anleger, die beim Börsengang im Sommer zugegriffen haben, sollen eine Dividende von 70 Cent je Aktie bekommen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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