Energie

Britischer Ölriese
BP fürchtet Probleme durch Russland-Sanktionen

Noch merkt BP nichts von den Sanktionen gegen Russland. Doch das könnte sich ändern: Der Konzern fürchtet, dass er bald von den Maßnahmen betroffen sein wird – wegen seiner Beteiligung am russischen Ölriesen Rosneft.
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LondonDer britische Ölkonzern BP hat vor negativen Auswirkungen auf seine Geschäfte gewarnt, falls EU und USA im Zuge der Ukraine-Krise Russland mit schärferen Sanktionen belegen. Dies könne „eine stark nachteilige Wirkung“ auf die Geschäftsbeziehungen mit dem russischen Staatskonzern Rosneft und die Finanzlage von BP haben, teilte das Unternehmen im Bericht über das zweite Quartal 2014 am Dienstag in London mit.

Nach einem Aktientausch gehören BP rund 20 Prozent des staatlichen russischen Ölkonzerns, den die USA bereits mit Sanktionen belegt haben. Die EU berät zudem gerade über weitere Maßnahmen gegen Russland und nimmt dabei ganze Wirtschaftszweige ins Visier. Der Westen wirft Moskau vor, die Separatisten in der Ostukraine zu unterstützen und das Nachbarland damit zu destabilisieren. In Russland fördern die Briten zudem rund ein Drittel ihres Öls. Dies könne sich ändern. Dann würden die Ergebnisse schlechter ausfallen als bislang.

Bisher hätten die Strafmaßnahmen aber keine Folgen für BP, hieß es. Der bereinigte Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten, bei dem die Ölpreisschwankungen nicht berücksichtigt werden, erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überraschend deutlich von 2,7 Milliarden auf 3,6 Milliarden US-Dollar (2,7 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in London mitteilte. Damit wurden die Analystenerwartungen übertroffen. Unter anderem profitierte das Unternehmen von höheren Gaspreisen. Allerdings ging die produzierte Ölmenge um drei Prozent zurück.

Der Umsatz blieb mit 95,8 Milliarden Dollar praktisch stabil. Die Folgekosten der Explosion der Ölplattform „Deepwater Horizon“ im Jahr 2010 bezifferte der Konzern nun auf 43 Milliarden Dollar. BP-Aktien gaben am Dienstag 0,9 Prozent nach.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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