Energie

Chevron
Ölpreisverfall setzt Rohstoffriesen immer stärker zu

Das Leiden eines Ölmultis: Der Branchenriese Chevron muss einen dreistelligen Millionenverlust vermelden. Und kündigt bereits weitere Stellenstreichungen und Investitionskürzungen an.

San RamonDie gesunkenen Ölpreise setzen dem US-Branchenriesen Chevron immer heftiger zu. Im vierten Quartal schlug ein Verlust in Höhe von 588 Millionen Dollar (539 Mio Euro) zu Buche, wie der gemessen am Börsenwert zweitgrößte US-Ölkonzern am Freitag mitteilte. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 3,5 Milliarden Dollar erzielt. Der Umsatz sank um mehr als ein Drittel auf 29 Milliarden Dollar.

Chevron hat im vergangenen Jahr bereits mit drastischen Sparmaßnahmen reagiert und einen massiven Abbau von Stellen und Investitionen beschlossen. „Ich erwarte auch 2016 wieder ähnlich große Ausgabenkürzungen“, kündigte Vorstandschef John Watson an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 brach der Gewinn um fast drei Viertel auf unter dem Strich 4,6 Milliarden Dollar ein. Die Chevron-Aktie verlor vorbörslich zunächst um fast zwei Prozent.

Auch andere Branchengrößen leider unter dem Ölpreisverfall. Beim britisch-niederländischen Energieriesen Shell sackte allein im Schlussquartal 2015 der bereinigte Gewinn - eine für das Unternehmen wichtige Kennziffer - nach vorläufigen Zahlen auf 1,6 bis 1,9 Milliarden US-Dollar ab. Ein Jahr zuvor waren es noch 3,3 Milliarden Dollar gewesen. Der weltgrößte börsennotierte Ölkonzern ExxonMobile will seine Zahlen in der kommenden Woche vorlegen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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