Energie

Düngemittelpreise
Kaliriese Potash verweigert sich einer Absatzoffensive

Seit das Exportkartell BCP geplatzt ist, drückt Uralkali so viel Dünger wie möglich auf den Markt. Doch bei einer Absatzoffensive macht der neue deutsche Chef des kanadischen Kali-Konkurrenten Potash nicht mit.
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WinnipegDer neue Chef des Kaliriesen Potash Corp will der erstarkten Konkurrenz nicht mit einer Absatzoffensive entgegentreten. Es bleibe dabei, dass der K+S -Rivale seine Produktion an die Nachfrage anpasse, um den Preis des Düngers zu stabilisieren, sagte Jochen Tilk der Nachrichtenagentur Reuters.

Tilk, der frühere Chef des Minenunternehmens Inmet, hat am 1. Juli Bill Doyle auf dem Chefsessel der kanadischen Firma abgelöst. Der in Deutschland aufgewachsene Ingenieur hat in Aachen studiert.

"Die Strategie, die Produktion an die Nachfrage anzupassen, haben sich als erfolgreich erwiesen, und daher gibt es keinen Grund, das zu ändern", sagte Tilk. Durch den Verfall der Kali-Preise sind die Gewinne von Potash, dem weltweit zweitgrößten Produzenten, stark unter Druck geraten. Den Preisrutsch ausgelöst hatte der Zusammenbruch eines Kali-Kartells in Osteuropa.

"Ihre Prognose ist genauso gut wie meine", sagte Tilk zu der Frage, ob der Weltmarktführer Uralkali und die weißrussische Belaruskali ihr Exportkartell BPC wieder aufleben lassen könnten, was die Preise tendenziell hochtreiben würde.

Uralkali hatte im Sommer 2013 das Konsortium mit dem weißrussischen Staatskonzern aufgekündigt und damit Schockwellen in der Kali-Düngemittelbranche ausgelöst. Seit August verkauft Uralkali auf eigene Faust so viel wie möglich, weshalb die Preise auf Talfahrt gegangen sind.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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