Energie

Energieriese Total
„Sanktionen sind ein Irrweg“

Der Westen darf sich nicht einreden, Russland sei sein Feind: Total-Chef Christophe de Margerie spricht sich gegen weitere Sanktionen aus. Er mahnt, dass der Westen auch von seinem Nachbarn abhängig sei.
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BerlinDer französische Energiekonzern Total warnt eindringlich vor weiteren Strafmaßnahmen gegen Russland. „Sanktionen sind ein Irrweg“, sagte Total-Chef Christophe de Margerie der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht.

„Wir dürfen uns nicht einreden lassen, Russland sei ein Feind – obwohl unsere Energieversorgung großteils von diesem Nachbarn abhängt“, mahnte er. „Wenn die Amerikaner aus historischen Gründen oder aus innenpolitischen Motiven den Konflikt schüren wollen, ist das ihre Entscheidung. Wir Europäer müssen diese Krise anders lösen, ohne Schwarz-Weiß-Malerei“, forderte er.

Er persönlich glaube nicht, dass der russische Präsident Wladimir Putin plane, „sich die Ukraine einzuverleiben“.

Total ist einer der wichtigsten ausländischen Investoren in Russland. Der Konzern unterhält eine Partnerschaft mit dem zweitgrößten russischen Gasförderer Novatek.

Die EU und die USA bereiten wegen der Ukraine-Krise neue Sanktionen gegen Russland vor. Bis Ende der Woche sollen die Schritte beschlossen werden.

Der CDU-Außenexperte Norbert Röttgen betonte die Notwendigkeit von Strafmaßnahmen. „Diese Krise lehrt uns, dass wir außenpolitische Interessen nicht hinter kurzfristige wirtschaftliche Erwägungen stellen dürfen, sondern wir müssen das langfristige Ziel der Stabilität verfolgen“, äußerte er in einem Gastbeitrag für die Zeitung „Rheinische Post“ (Donnerstagausgabe).

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Energieriese Total: „Sanktionen sind ein Irrweg“"

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  • „Wenn die Amerikaner aus historischen Gründen oder aus innenpolitischen Motiven den Konflikt schüren wollen, ist das ihre Entscheidung. Wir Europäer müssen diese Krise anders lösen, ohne Schwarz-Weiß-Malerei“,

    Wie wahr und leider zu spät. Unser Bundespräsident Gauck, unsere Kanzlerin, die Budnesverteidigungs-ministerin, Steinmeier & Co sind auf voller Stromlinie mit den USA.

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