Energie

Energieversorger
Eon versteigert Pollock-Bild

Nun trifft der Sparkurs von Eon-Chef Teyssen auch das Kulturengagement des Versorgers. Das im Firmenbesitz befindliche Werk „Number 5“ des Künstlers Jackson Pollock soll bei einer Auktion eine hohe Summe einbringen.
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DüsseldorfEon-Chef Johannes Teyssen bereitet ein für den Energiekonzern überraschendes Geschäft vor: Der Strom- und Gasversorger wird am 13. Mai bei einer Auktion von Christie’s in New York ein weltbekanntes Gemälde anbieten, wie das Handelsblatt (Freitagausgabe) aus Unternehmenskreisen erfuhr. Die Schwarz-Weiß-Komposition „Number 5“ von Jackson Pollock, die auch unter dem Titel „Elegant Lady“ bekannt ist, soll zwischen 15 und 20 Millionen Dollar einbringen. Teyssen will mit den Einnahmen das Kulturengagement des Konzerns für die kommenden Jahre finanziell absichern.

Eon besitzt eine der umfangreichsten Kunstsammlungen deutscher Unternehmen. Etwa 1800 Werke gehören dazu. Der Konzern ist zugleich einer der größten Kultursponsoren Deutschlands und unterstützt unter anderem das Düsseldorfer Museum Kunstpalast jährlich mit 750 000 Euro und große Ausstellungen im Essener Folkwang-Museum. Das Engagement ist aber im Konzern umstritten, schließlich hat Teyssen dem Unternehmen, das unter den Folgen der Energiewende leidet, einen harten Sparkurs verordnet. Mit dem Verkauf des Pollocks muss die Abteilung Kunst und Kultur ein Opfer bringen.

Kommentare zu " Energieversorger: Eon versteigert Pollock-Bild"

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  • @step1860: Richtig!

    Freiwilliges gesellschaftlich nützliches Engagement (warum auch immer, wieder richtig step1860!) wird viel zu wenig geschätzt im Vergleich zur staatlichen Steuerung. Wenn irgendwas unterstützenswürdig ist, wird immer gleich nach dem Staat gerufen. Die Unterstützung durch den Staat kommt zwar oft auch an, aber die negativen Nebenwirkungen sind oft ungleich größer!

    Außerdem muss das alles über Steuern oder Abgaben bezahlt werden, die bei beiden Seiten nur negative Gefühle auslösen. Freiwilliges Engagement dagegen führt beim Spender zu einem guten Gefühl und beim Empfänger vielleicht zu Dankbarkeit. Ein Grund mehr für die Forderung nach weniger Staat und mehr Eigenverantwortung.


  • Die typische Diskussion alles erstmal anzuprangern statt die positiven Seiten des Kulturengagements zu sehen...die machen das natürlich erst seit sie wissen, dass die dicke Kohle von alles Bürgern rausgepresst werden soll, oder!? Kulturelles Engegament, warum auch immer, dient letztlich der Gesellschaft und wie sollten die unterstützten Einrichtungen ohne dieses Engagement auskommen!?
    Ja diese bösen Energieversorger..dürfen einfach keinen billigen Strom mehr produzieren seit Fukushima dank der gesetzlichen Änderungen und wegen des EEG. Staatliche Eingriffe in Unternehmen waren noch nie gut und sorgen eher für das Gegenteil....wieso soll ich die Solaranlagen meiner Nachbarn über den Strompreis alimentieren!? Die Energieversorgen haben leider auch die Aufgabe die EEG-Umlage für den Staat einzutreiben und sind somit die "Bösen" ... ja, ja Frau Merkel und alle Anderen sind damit fein raus

    FREIE MARKTWIRTSCHAFT läuft so nicht!!! Willkommen im Sozialismus - weitere Beispiele COBA, Mitpreisbremse etc

  • Nein, nein, alle Großkonzerne sind böse!

    "Der Konzern ist zugleich einer der größten Kultursponsoren Deutschlands". Ach was, das machen die nur als Deckmäntelchen für ihre aggressive Ausbeutung.

    E.ON und RWE entmachten! - forderte ein Wahlplaket einer im Bundestag vertretenen Partei.

    Oder?

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