Energie

Energieversorger
Gewinn von Eon geht weiter zurück

Der Energieversorger Eon kämpft sich weiter durch die Krise. Auch im abgelaufenen Quartal verdienten die Düsseldorfer weniger. Die Anleger kann das nicht mehr schocken.
  • 23

DüsseldorfDer Düsseldorfer Energieversorger Eon hat im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2013 weniger verdient. Das Unternehmen erzielte nur noch ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 3,6 Milliarden Euro – im Vorjahreszeitraum waren es 200 Millionen Euro mehr.

Die Anleger hatten jedoch bereits mit schlechten Ergebnissen gerechnet und so bewegte sich der Kurs der Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen kaum. Eon steht wie auch seine Konkurrenten wegen der Umstellung auf erneuerbare Energien und den damit verbundenen Investitionen unter Druck. Gleichzeitig hat sich die Konkurrenzsituation auf dem Strommarkt verschärft. Seit der Liberalisierung haben sich zahlreiche neue Anbieter etabliert. Allein zwischen 2009 und 2011 hat sich die Zahl der Stromanbieter von 25 auf 50 verdoppelt, heißt es in einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney.

RWE, Eon und EnBW im Wettbewerbsvergleich

Wo die Energie herkommt

Anteil an der Stromerzeugung, in Prozent

Langsam voran kommt Eon mit dem Abbau seiner hohen Schulden. Die wirtschaftliche Nettoverschuldung des Konzerns betrug zum Stichtag 31. März 2013 insgesamt 31,6 Milliarden Euro - das entspricht einer Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Milliarden Euro. Wesentliche Gründe waren Verkäufe von Beteiligungen.

Die Desinvestitionen sollen dem Konzern helfen, die Bilanz zu verbessern. Zuletzt hatte Eon seine Tochter Eon Energy from Waste, größter Betreiber von Müllverbrennungsanlagen in Deutschland, an den schwedischen Finanzinvestor EQT verkauft. Auch der Verkauf des Strom- und Gasversorgers Eon Thüringer Energie rückt näher.

Seite 1:

Gewinn von Eon geht weiter zurück

Seite 2:

Wachstum soll es vor allem im Ausland geben

Kommentare zu " Energieversorger: Gewinn von Eon geht weiter zurück"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Hm, welcher Tanker ist maroder? RWE sicher ziemlich, EnBW noch mehr, E.On sieht noch am günstigsten aus. Aber wenn die Dividende da ist, investiere ich lieber in meine nächste PV-Anlage statt in einen Großversorger...

  • Und?
    Der Strom von meiner bar bezahlten PV-Anlage kostet 0 ct/kWh für die nächsten 20 - 30 Jahre. Warum sollte ich, wenn ich einen Puffer habe, noch Strom kaufen wollen? Wenn die Anlage mal stehen sollte speise ich mit dem Dieselgenerator für 799,- ein. Insgesamt also 6000,- die ich in nicht mal 3 Jahren eingespielt haben werde, weil auch Gas jetzt nicht mehr gebraucht wird...

    Das ROI sieht blendend gut aus.


  • @Unbundlinger: das liegt dann aber am Unternehmen selber, dass die Mitarbeiter so "stumpf" sind.. und der Energieerzeuger hat mit Energielieferant auch wieder (fast) nichts zu tun. Es gibt für jeden Dreck Marktrollen etc. (Netz, Vertrieb, Handel, Messstellenbetreiber, Erzeuger usw.) (Sie können sich ja den Messstellenbetreiber auch aussuchen, der hat dann gar nichts mit dem Netz oder Vertrieb zu tun)

    Auf jeder Rechnung stehen die Netzkosten (Messung, Abrechnung etc.) gesondert drauf. (ist ebenfalls vorgeschrieben wie das auszusehen hat)
    Der Gesetzgeber hat wirklich jeden Mist reguliert und vorgeschrieben. Das gilt EU weit und ich denke den Vorwurf, dass es keine echte Trennung zw. Netz und Vertrieb gibt, ist nicht gerechtfertigt. Die Energieversorger geben seit Jahren Unsummen aus für Softwaremüll, Personal, Rechtsanwälte usw. um den ganzen Mist, im Namen des Kunden und Wettbewerb, erfüllen zu können. Da bleibt kein Geld und keine Zeit, um sich auf ihr eigentliches Kerngeschäft zu konzentrieren.

    Verstehen Sie mich nicht falsch - ich halte die ganze Energiepolitik der EU und D für völlig abartig und krank.

    Unsere Energie wird in paar Jahren nur noch aus Umlagen bestehen und es wird gar keinen Wettbewerb mehr geben - wir werden den Strompreis vom Staat diktiert bekommen und fertig. Wo soll den Wettbewerb stattfinden bei ca. 3,8 ct/kWh (baseload) im Strompreis? - Tendenz fallend -

    Und welcher Mensch braucht zwei Rechnungen, eine vom Netz und vom Vertrieb - was bringt das dem Kunden? gar nichts - die Netzentgelte sind immer gleich, egal ob er einen alten oder neuen Energielieferanten hat. Völliger Unsinn! Die Netzentgelte sind im Übrigen auch reguliert -Stichwort: Anreizregulierung

    Dem Kunden bringt so was überhaupt gar nichts.. Seit 1999 hat das ganze Theater dem Kunden sowieso nichts gebracht - außer Verwirrung und Ärger.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%