Energie

Glencore in der Krise
Das taumelnde Wunderkind

PremiumIvan Glasenberg gilt als Vorreiter der Rohstoffbranche. Doch nun kämpft er um sein Lebenswerk: den Rohstoffhändler Glencore. Der Konzern hat Schulden angehäuft – ein Insider wirft dem Chef Blindheit im Dienst vor.

Zürich/LondonStets wollte er der Primus sein: Ivan Glasenberg. Als Erster brachte der gebürtige Südafrikaner mit Glencore im Jahr 2011 einen der verschwiegenen Schweizer Rohstoffhändler an die Börse. Das machte ihn und seine Partner zu Milliardären. Und mit der Übernahme des Kohleförderers Xstrata zwei Jahre später wagte sich kein anderer Rohstoffhändler derart weit in das Gebiet der Förderkonzerne wie er. Folglich galt Glasenberg als „smartest guy“ seiner Branche.

Doch nun scheint ihn das Glück verlassen zu haben. Auch wenn die Glencore-Aktie sich am Dienstag wieder etwas erholte: Allein seit Anfang des Jahres ist das Papier um 75 Prozent gefallen.
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