Energie

Insolventer Solarkonzern
Q-Cells-Gläubiger bekommen Geld aus Insolvenzmasse

Ein kleiner Lichtblick für die Gläubiger des pleitegegangenen Solarunternehmens Q-Cells: Sie sollen noch in diesem Jahr eine erste Abschlagszahlung aus der Insolvenzmasse erhalten - wenn sie auch nur sehr gering ist.
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Bitterfeld-WolfenDie Gläubiger des pleitegegangenen Solarunternehmens Q-Cells sollen noch in diesem Jahr eine erste Abschlagszahlung aus der Insolvenzmasse erhalten. Für einen Großteil der mehr als 2600 Forderungen würden 8,5 Prozent ausgezahlt, teilte der Insolvenzverwalter am Freitag mit. Insgesamt wurden Ansprüche in Höhe von mehr als 1,6 Milliarden Euro erhoben.

Q-Cells hatte im April vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet und wurde inzwischen in Global PVQ SE umbenannt. Die Produktion hatte der koreanische Konzern Hanwha übernommen, das neue Unternehmen wird unter dem Namen Hanwha Q-Cells GmbH geführt. Hanwha Q-Cells hofft, bereits im kommenden Jahr wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen.

Zu den Gläubigern der früheren Q-Cells SE gehören unter anderem die Käufer von Anleihen sowie weitere Kapitalgeber wie etwa Banken. Aber auch Lieferanten oder Handwerker sind darunter. Eine eigene Gruppe bilden Kunden, die Gewährleistungsansprüche geltend machen. Darunter sind etwa große Solarkraftwerkbetreiber, die zunächst 0,7 Prozent ihrer Forderung erhalten sollen.

Der Insolvenzverwalter hat das Geld für die teilweise Bezahlung der Gläubiger unter anderem durch den Verkauf des Betriebs und von Töchtern sowie aus dem damaligen Kassenbestand. Zum Kaufpreis für Hanwha wurden keine Angaben gemacht. Die Gläubiger stimmten nach Angaben eines Sprechers von Insolvenzverwalter Henning Schorisch dem Insolvenzplan mit großer Mehrheit zu.

Das nach dem Einstieg der Koreaner neu gegründete Unternehmen sieht sich indes auf einem guten Weg. In Bitterfeld-Wolfen arbeiten rund 780 Mitarbeiter, die Produktion läuft in drei Schichten. Hanwha will in Deutschland die Forschung und Entwicklung sowie einen Teil der Produktion betreiben. In einem Q-Cells-Werk in Malaysia gibt es zudem größere Kapazitäten für die Massenfertigung.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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