Energie

Job-Krise
Solarbranche verliert Hälfte aller Jobs

Der deutschen Solarindustrie geht es so schlecht wie seit vier Jahren nicht mehr. Neuen Zahlen zufolge fiel die Anzahl Jobs erstmals unter die Marke von 5000. Im Kampf gegen China sieht Deutschland immer älter aus.
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BerlinIn der deutschen Solarindustrie sind in den vergangenen Jahren tausende Arbeitsplätze weggefallen. In der Herstellung von Solarzellen und Solarmodulen waren im November vergangenen Jahres noch rund 4800 Menschen beschäftigt, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes berichtet. Damit sei binnen eines Jahres jede Dritte Stelle abgebaut worden.

Erstmals seit knapp vier Jahren fiel die Beschäftigung unter die Marke von 5000. Seit Anfang 2012 wurde sogar mehr als die Hälfte aller damals 10.200 Arbeitsplätze gekappt, berichtet die „FAZ“. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden sank in diesem Zeitraum von 1,4 Millionen auf 625.000.

Der deutschen Solarindustrie macht vor allem der harte Preiskampf mit chinesischen Wettbewerbern zu schaffen. Dieser brachte zuletzt Anbieter wie Conergy, Solon, Q-Cells und First Solar ins Straucheln.

Die EU hatte im Dezember als Gegenmaßnahme Schutzzölle auf bestimmte Importe von Solarpaneelen verhängt, ein großer Teil der chinesischen Firmen muss überdies seit Sommer Mindestpreise für seine Einfuhren verlangen. Zur Erholung der deutschen Branche haben die Maßnahmen indes noch nicht beigetragen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Job-Krise: Solarbranche verliert Hälfte aller Jobs"

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  • Ich stimme Knipser zu und finde es erschreckend wieviel Polemik momentan in dieser Branche verwendet wird um Politik zu betreiben. Der Bereich Reg. Energien ist mittlerweile (Modulhersteller sind nur ein kleiner Teil) zu einem erfolgreichen Wirtschaftsfaktor geworden. Den Reg. Energien gehört unsere Zukunft und vor einem können wir nicht blind die Augen verschließen. Fossile Energieträger sind endlich... ob nun in 20, 30 oder 50 Jahren... - schöne Aussichten für unsere Kinder, wenn wir jetzt damit schlecht Haushalten. Atomstrom hat übrigens wesentlich mehr Förderungen erhalten als die Regenerativen Energien... nur wurden die durch allgemeine Steuergelder bezahlt und nicht über die EEG Umlage. Vor allem wissen wir gar nicht, was für eine Welle der Kosten für die Endlagerung auf uns zukommen wird. Atomstrom ist heutzutage in jegliche Richtung unberechenbar!!!!!

    Fukushima ist bereits wieder vergessen - Was muss denn noch geschehen, damit die Welt wachgerüttelt wird?

    Die Erneuerbaren Energien haben in den letzten Jahren weniger an Subventionen erhalten, als die großen Energiekonzerne an Gewinnen geschrieben haben, die wir im übrigen auch alle bezahlt haben!

    Deutschland war Vorreiter im Bereich der erneuerbaren Energien (seinerzeit noch ohne eigene Modulproduktion (außer Siemens), sondern mit technologischen Know How und Tatendrang. Daraus hat sich ein ernstzunehmender Markt entwickelt, der nicht nur aus 5000 Arbeitsplätzen besteht. Unser technologisches Know How exportieren wir mittlerweile Gewinnbringend ins Ausland und wir sind im Bereich der Wechselrichter, ähnlich der Automobilindustrie, Marktführer.

    Lt. einer Umfrage möchten über 60 % der Bürger sauberen Strom, wenn möglich selbst erzeugen. Das belastet keine Netze und hat nur einen geringen Leitungsverlust. Kleinanlagen zur Eigenstromerzeugung.

    In dem Bereich wird die Zukunft liegen und sich ein Markt mit neuen Arbeitsplätzen öffnen.

    Die einzige Konstante in unserem Leben ist die Wandlung ..Henry Ford

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