Energie

Ostseepipeline Nordstream
Volles Rohr

PremiumDie neue Ostseepipeline stößt auf massive Widerstände. Netzbetreiber Thyssengas hält das Projekt jedoch für unentbehrlich – und treibt bereits eine eigene Anschlussleitung voran. Der Konzern will damit ein Zeichen setzen.

DüsseldorfDie Feierstunde liegt nicht einmal ein Jahr zurück. Am 4. September 2015 unterzeichnete der Chef des russischen Gasproduzenten Gazprom, Alexej Miller, mit den Vorstandschefs eines prominent besetzten westlichen Konsortiums den Gesellschaftervertrag für den Bau von Nordstream 2. Mit dem Projekt soll die Kapazität der Ostseepipeline, die Gas aus Sibirien nach Europa bringt, verdoppelt werden. Vor wenigen Tagen lösten die Konsortialpartner Wintershall, Uniper, Shell, OMV und Engie, den Vertrag aber schon wieder. Sie reagierten auf Kartellprobleme. Gazprom hält zwar an dem umstrittenen Projekt fest – ein schwerer Rückschlag ist es aber allemal.

Doch ein deutsches Gasunternehmen, das an...

 
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