Energie

Sanktionsverstoß zu Zeiten Tillersons
Millionenstrafe für Exxon

Heute ist Rex Tillerson US-Außenminister, 2014 war er Chef von Exxon. Genau in dieser Zeit unterzeichnete das Unternehmen Verträge mit Igor Setschin - ein Sanktionsverstoß. Dafür gibt es nun eine Millionenstrafe.
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WashingtonWegen Verstoßes gegen Russland-Sanktionen hat das US-Finanzministerium eine Strafe von zwei Millionen Dollar (1,7 Millionen Euro) gegen den Ölkonzern Exxon Mobile verhängt. Die Strafe bezieht sich auf einen Vorgang im Mai 2014, als der heutige Außenminister Rex Tillerson das Unternehmen leitete.

Zwei Exxon-Tochterunternehmen hätten damals Verträge mit Igor Setschin unterzeichnet, erklärte das Finanzministerium. Setschin ist Vorsitzender des russischen Ölkonzerns Rosneft und steht auf einer Schwarzen Liste der USA wegen der russischen Annexion der Krim.

Exxon habe damit gegenüber den Sanktionen „unbekümmerte Missachtung“ gezeigt, erklärte das Ministerium am Donnerstag. Die ranghöchsten Manager des Konzerns hätten gewusst, dass Setschin auf der Schwarzen Liste stand, als sie mit ihm Geschäfte machten. Exxon habe dem Sanktionsprogramm „bedeutenden Schaden“ zugefügt, hieß es.

Exxon erklärte, das Unternehmen habe nichts falsch gemacht, und die Strafe sei „grundlegend unfair“. Rosneft sei zur damaligen Zeit nicht Gegenstand von Sanktionen gewesen.

Während seiner Zeit als Exxon-Chef hatte Tillerson gesagt, das Unternehmen unterstütze Sanktionen allgemein nicht, da sie normalerweise ineffektiv seien. Als Außenminister vertritt Tillerson mit Blick auf Sanktionen dagegen eine harte Linie. Jene gegen Russland würden nicht aufgehoben, so lange Moskau seine Verpflichtungen nicht erfülle, sagte er in diesem Monat bei einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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