Energie

Schwedischer Energiekonzern
Vattenfall will deutschen Markt nicht aufgeben

Trotz des Verkaufs seines Braunkohlegeschäfts: Schwedens Energiekonzern Vattenfall will weiter eine wichtige Rolle auf dem deutschen Energiemarkt spielen. Dafür sind müsste der Konzern neue Wege gehen.
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BerlinDer schwedische Vattenfall-Konzern will nach den Worten seines Vorstandschefs Magnus Hall trotz des geplanten Verkaufs seines Braunkohle-Geschäfts ein wichtiger Akteur auf dem deutschen Energiemarkt bleiben. An der Verkaufsentscheidung werde sich nichts ändern, auch wenn die bisherige rot-grüne Minderheitsregierung in seinem Heimatland nach der Wahl von einer anderen Koalition abgelöst werde, sagte Hall am Montag in Berlin. „Diese Entscheidung wird, wie wir glauben, von beiden Seiten der schwedischen Politik mitgetragen.“

„Es ist wichtig zu unterstreichen, dass sich Vattenfall weiterhin zu all seinen Aktivitäten bekennt, die wir ansonsten in Deutschland unterhalten“, sagte der Vattenfall-Chef. Dabei gehe es etwa um den Stromvertrieb, den Handel und Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien.

„Auch nach einem Verkauf des Braunkohle-Geschäfts bleibt Deutschland für Vattenfall der wichtigste Markt.“ Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte sich vor einigen Wochen gegen eine Zerschlagung der Vattenfall-Energieaktivitäten in Deutschland ausgesprochen.

Hall sagte, beim Verkauf des Braunkohle-Geschäfts mit rund 8000 Beschäftigten werde Vattenfall die betroffenen Bundesländer Sachsen und Brandenburg eng einbinden. „Wir hoffen, dass dieser Prozess so schnell wie möglich über die Bühne geht.“ Der Konzern betreibt das zweitgrößte deutsche Braunkohlerevier mit fünf Gruben in Sachsen und in der Lausitz.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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