Energie

Sparprogramm
Stahlkonzern Salzgitter will Vorstandsposten streichen

Der angeschlagene Stahlkonzern Salzgitter setzt sein angekündigtes Sparprogramm um. Dabei sollen drei der sechs Vorstandsposten wegfallen. Zudem sei die Neuorganisation einzelner Sparten geplant.
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Berlin Nach dem angekündigten Stellenabbau will der angeschlagene Stahlkonzern Salzgitter nun offenbar auch seinen Vorstand ausdünnen. Einem Sprecher zufolge gibt es Überlegungen, das Gremium auf drei Posten zu reduzieren. "Das ist eine Variante, aber es ist keine Entscheidung dazu gefallen", sagte er am Freitag. Bei dem Sparprogramm "Salzgitter AG 2015" gehe es auch darum, Strukturen und Entscheidungswege auf den Prüfstand zu stellen. In diesem Zusammenhang schaue sich der Konzern auch die Führungsebenen an. Über die Pläne hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Vor wenigen Tagen hatte der Konzern aus Niedersachsen angekündigt, mehr als 1500 Jobs seiner 23.000 Stellen zu streichen.

Salzgitter reagiert damit auf die Krise in der Stahlindustrie, die auch Konkurrenten wie Weltmarktführer Arcelor-Mittal und Thyssen-Krupp zu Einsparungen zwingt. Der Konzern hatte kürzlich seinen Ausblick zum zweiten Mal binnen weniger Monate gesenkt und rechnet nun für 2013 mit einem Vorsteuerverlust von 400 Millionen Euro.

Für eine Verkleinerung des Vorstands bei Salzgitter müsste kein Manager entlassen werden. Denn die Verträge von Röhrenchef Wolfgang Eging und Handelsvorstand Heinz Groschke laufen Ende September kommenden Jahres aus. Beide sind dann Mitte 60. Einen weiteren Vorstandsbereich hat Konzernchef Heinz Jörg Fuhrmann mitübernommen. Zum Management gehören daneben noch Finanzchef Burkhard Becker und Personalvorstand Michael Kieckbusch.

Mit drei Posten - Vorstands-, Finanz- und Personalchef - kommt inzwischen auch der deutsche Branchenführer ThyssenKrupp aus. Im Winter hatten drei Manager dort unter anderem im Zuge der Milliardenverluste bei den Überseestahlwerken ihren Hut nehmen müssen. Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger hat offengelassen, ob der Vorstand wieder vergrößert wird.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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