Energie

Tankstellen in Not
Snacks bleiben nachmittags liegen

Dank der niedrigen Rohölpreise tanken die Autofahrer wieder günstiger. Trotzdem bleiben etliche Tankstellen auf den Brötchen sitzen – weil Schnäppchenjäger oft erst am Spätnachmittag tanken und keinen Hunger mehr haben.
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DüsseldorfAn den Tankstellen sind die Preise wieder ins Rutschen geraten. Erstmals seit Wochen kostet ein Liter Super selbst früh am Tag oft wieder weniger als 1,40 Euro. Darüber freuen dürfen sich laut Automobilclub ADAC in erster Linie die Autofahrer im Norden Deutschlands. Allerdings können sich die Autofahrer im ganzen Land nicht mehr darauf verlassen, dass es nur früh morgens und nachts am teuersten ist. Nach einer ADAC-Auswertung der Kraftstoffpreise im Juli ziehen die Spritpreise nun auch während der Mittagsstunden kräftig an.

Zumindest diese Entwicklung lässt sich in der Regel nicht mit den Ölpreisen an den internationalen Rohstoffmärkten erklären. Sie sind – zusammen mit der leichten Erholung des Euro-Kurses – maßgeblich für den jüngsten Rutsch der Benzinpreise. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl kosten in Europa zurzeit rund 48 Dollar. Noch Ende Juni notierte Brentöl über 60 Dollar.

Gleichzeitig hat sich der Euro gegenüber dem Dollar erholt. Im Tief war die europäische Gemeinschaftswährung Mitte Juli weniger als 1,08 Dollar wert. Inzwischen liegt der Euro wieder bei 1,11 Dollar. Mit anderen Worten: Das in Dollar gehandelte Rohöl wird für Europäer billiger.

Das nutzt auch den Tankstellen: Denn mit niedrigeren Benzinpreisen steuern die Autofahrer in der Regel häufiger die Zapfsäulen an. Dennoch jubeln die Tankstellenbetreiber nicht. Zuletzt hieß es, dass ihre Umsätze im Shop-Geschäft schrumpfen. Ein Grund dafür sei, dass am frühen Morgen der Sprit teuer ist. Das schrecke die Autofahrer ab – diese verzichten dann eben auf den Kaffee, belegte Brötchen, Croissants & Co.

Das ist für die Tankstellenbetreiber von Übel, denn der Verkauf von Lebensmitteln und anderem ist für sie längst wichtiger als der Verkauf von Kraftstoffen. Beim Marktführer Aral machten die Einnahmen aus dem Shop-Geschäft im vergangenen Jahr immerhin 63 Prozent des gesamten Ertrags aus, der Anteil der Kraft- und Schmierstoffe lag nur noch bei 14 Prozent. Werden weniger Lebensmittel, Zeitschriften und Zigaretten gekauft, stellt das für die Pächter der Tankstellen also ein großes Problem dar.

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Snacks bleiben nachmittags liegen

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Stammkunden kommen nur für Brötchen

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  • Auch ich würde mich nicht als Schnäppchenjäger bezeichnen, allerdings ärgert es mich schon, wenn mir jemand für eine Tankfüllung nur deshalb 5 oder 6 Euro mehr abknöpft, weil ich zur falschen Zeit tanke. Plötzlich muss ich mir also Gedanken darüber machen, wann denn der beste Zeitpunkt zum Tanken ist. Schließlich habe ich es ja nicht mit einem fairen Geschäftspartner zu tun, sondern mit einem Spieler, dem man nur mit größtem Misstrauen und höchster Vorsicht begegnen kann.
    Und warum soll ich dann da auch noch Brötchen kaufen?

  • @Mr. Beyer Naja, dass man an der Tanke im Kassenbereich noch was kaufen kann, sehe ich eher als kleineres Übel an, solange nicht erst der Kaffee noch frisch gepresst werden muss oder Brötchen gerade geschmiert werden müssen. Das nervt wirklich.

    Zum Einkaufstempel: Ja die Tankstellen werden immer größer, heute bekommst du wirklich alles dort, auch wenn eine Tiefkühlpizza 6€ kostet...

    LG
    Walter Rizzi

  • Ich bin jetzt nicht gerade der Schnäppchenjäger, würde aber eher behaupten, dass die Snacks bzw. Brötchen liegen bleiben, weil die Preise einfach nur überteuert sind. Wer kauft sich denn an einer Tankstelle für 4-5 Euro ein belegtes Brötchen, dass es an jeder Bäckerei frischer für 2,50 Euro gibt.

    LG
    Walter Rizzi

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