Energie

Tarifkonflikt
Gewerkschaften rufen zu Warnstreiks bei Eon auf

Im Streit mit dem Energiekonzern um höhere Löhne haben die Gewerkschaften zu Warnstreiks aufgerufen. Verdi und die IG BCE fordern 6,5 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten. Eon hatte 1,1 Prozent geboten.
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DüsseldorfIm Tarifstreit beim Energiekonzern Eon haben die Gewerkschaften für Montag zu Warnstreiks aufgerufen. Die rund 30.000 Beschäftigten sollten die Arbeit niederlegen, teilten Verdi und IG BCE am Freitag mit. Aktionen seien unter anderem an den Atomkraftwerken Grohnde und Brokdorf sowie in Wilhelmshaven und Bayreuth geplant. Der Warnstreik sei der erste seit 2008. Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten 6,5 Prozent mehr Lohn. Die Konzernführung habe zuletzt lediglich 1,1 Prozent angeboten. Eon wollte sich zur Höhe seines Angebots nicht äußern.

„Die Warnstreiks sind ein rechtlich zulässiges Mittel, solange sie dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entsprechen“, sagte ein Konzern-Sprecher. Der Versorger sei aber in einer wirtschaftlich schwierigen Situation und strebe eine Vereinbarung an, die diesen Rahmenbedingungen entspreche.

„Beschäftigte und Auszubildende werden einen Reallohnverlust nicht akzeptieren“, sagte hingegen Verdi-Tarifsekretär Volker Stüber. Das Konzern-Management provoziere mit seiner Haltung ein Scheitern der Verhandlungen. „Die Ertragslage der Unternehmen erlaubt eine deutliche Anhebung der Löhne und Gehälter, doch die Arbeitgeber wollen eine reale Minusrunde“, pflichtete ihm IG-BCE-Verhandlungsführer Holger Nieden bei. Die nächste Verhandlungsrunde sei am Dienstag in Hannover geplant.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Gewerkschaft soll die Lohnforderung doch an die Bundesregierung stellen, die haben ja das Licht ausgeschaltet!

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