Energie

Tepco scheitert in Fukushima
Verstrahlte Zukunft

PremiumDer japanische Atomkonzern Tepco bekommt den Unglücksreaktor in Fukushima nicht in den Griff. Untergangsstimmung herrscht aber nicht: Die Firma macht höhere Gewinne als vor der Katastrophe – und gibt sich erstaunlich offen.

TokioEs war eine Nuklearkatastrophe, die Japan traumatisierte und den Kraftwerksbetreiber Tepco erschütterte: Am 11. März 2011 suchte ein Erdbeben mit anschließendem Tsunami das Kernkraftwerk Fukushima heim. Jetzt, mehr als fünf Jahre nach der Kernschmelze, zeigt sich: Die verseuchte Ruine wird für Tepco zum Fluch, zur Dauerbaustelle, dessen Ende niemand mehr vorherzusagen wagt. Dabei hatten die Manager noch vor kurzem die Illusion verbreitet, man mache Fortschritte auf dem verstrahlten Kraftwerksgelände. Der Abtransport der Brennstäbe aus Reaktor 4, die Sicherheitsbedingungen für die Arbeiter auf dem Gelände, die leckenden Kanister für das verseuchte Abwasser, die Vermischung der verstrahlten Kühlflüssigkeit mit dem Grundwasser:...

 
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