Energie

Unglück im Golf von Mexiko
BP drückt Entschädigung für Ölkatastrophe

Der Ölkonzern BP erringt einen Etappensieg im Streit das Unglück im Golf von Mexiko. Ein US-Richter erkennt an, dass BP eine gewisse Menge Öl aufsammeln konnte – und senkt die Höchststrafe um drei Milliarden.
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New Orleans/LondonDer britische Ölkonzern BP hat im Kampf mit der US-Regierung und mehreren Bundesstaaten um Entschädigungen wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko einen Etappensieg errungen. Die maximale Öl-Menge, für deren Auslaufen das Unternehmen belangt werden kann, ist um 810.000 Barrel auf 4,1 Millionen Barrel gesenkt worden. Damit fällt die Maximalstrafe um bis zu 3,4 Milliarden Dollar niedriger aus. BP geht allerdings von einer Höchstmenge von 3,1 Milliarden Barrel ausgelaufenen Öls aus.

Für den britischen Energiekonzern steht nach wie vor eine Entschädigung von bis zu 17,6 Milliarden Dollar (13,1 Milliarden Euro) im Raum – BP will aber maximal fünf Milliarden zahlen. „Die US-Regierung und BP haben sich darauf geeinigt, dass die 810.000 Barrel nicht zur Berechnung der Maximalstrafe herangezogen werden“, hieß es in einer Mitteilung von US-Bezirksrichter Carl Barbier am Dienstagabend (Ortszeit) in New Orleans.

Er begründete die Entscheidung damit, dass diese Menge Öl nicht die Umwelt verschmutzt habe, weil BP diese vorher aufsammeln konnte – und folgte damit der Argumentation des Unternehmens. Der britische Konzern muss sich von Montag (25.2.) an wegen Verstößen gegen das Gesetz zur Wasserreinhaltung („Clean Water Act“) vor dem Gericht in New Orleans verantworten.

Neben der Ölmenge ist die Frage, ob bei der Explosion der Plattform „Deepwater Horizon“ im April 2010 mit elf Toten grob fahrlässig gehandelt worden war. Diese Feststellung ist für die Bemessung der Entschädigungszahlungen enorm wichtig.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Unglück im Golf von Mexiko: BP drückt Entschädigung für Ölkatastrophe"

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  • Da gibt es nur eine Antwort: Das Sternenfeuer direkt nutzen = Atomkraft. Alles andere ist wie Zitieren aus sekundären Quellen.

  • Wir müssen uns bewusst sein, dass die Förderung von fossilen Energieträgern immer teurer, immer risikoreicher und immer umweltbelastender wird. Im warmen Wasser des Golfes von Mexiko hat ja auch die Natur sich selbst auch in einem beachtlichen Ausmaß selbst helfen können. Würde sowas mal in der Arktis passieren, dann sind die Umweltschäden wohl nicht mehr kalkulierbar. Insofern ist die gesamte Menschheit aufgefordert, alternative Energien, deren Speicherung und deren intelligente Verteilung und Nutzung voran zu treiben.

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