Energie

Uniper
Eon-Kraftwerkstochter sichert sich eigene Finanzierung

Bei der Eon-Aufspaltung werden die konventionellen Kraftwerke in die neue Tochter Uniper eingebracht. Die Aussichten für viele Kohle-, Gas- und Atommeiler bleiben durchwachsen – aber wichtige Kredite stehen.

DüsseldorfDie Eon-Kraftwerkstochter Uniper steht kurz vor dem offiziellen Start in die Selbstständigkeit finanziell auf eigenen Beinen. Man habe mit einem Bankenkonsortium Kreditzusagen im Umfang von insgesamt 5 Milliarden Euro vereinbart, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Dies umfasse zwei Tranchen über jeweils 2,5 Milliarden Euro mit Laufzeiten von drei Jahren. Die erste Tranche diene vor allem dazu, bisherige Darlehen von Eon abzulösen, sagte ein Sprecher. Die zweite sei für das laufende Geschäft vorgesehen.

Die Eon-Hauptversammlung soll am kommenden Mittwoch (8. Juni) die bereits zum Jahresbeginn gestartete Aufteilung des Konzerns absegnen. Eine breite Zustimmung wird erwartet. Uniper mit rund 14.000 Mitarbeitern führt die konventionellen Kraftwerke und den Energiehandel weiter. Der nach Essen umgezogene Eon-Mutterkonzern übernimmt mit etwa 40.000 Beschäftigten die erneuerbaren Energien, Netze und Kundenlösungen und damit die „neue Energiewelt“.

Nach der erwarteten Zustimmung der Hauptversammlung will Eon gut 53 Prozent der Uniper-Aktien an die Eon-Aktionäre ausgeben und sich später ganz von seinen verbleibenden Anteilen trennen. Mit den Zusagen der Banken sei die Finanzierung der Uniper-Gruppe „schon heute fest und langfristig gesichert“, sagte Uniper-Finanzchef Christopher Delbrück laut Mitteilung.

Zuletzt hatte Eon wegen der abgestürzten Börsenstrompreise tiefrote Zahlen geschrieben. Seine Zukunft sieht das Unternehmen aber auch in der konventionellen Erzeugung wieder positiver.

„Wir werden stärker Erträge außerhalb des klassischen Großhandelsgeschäfts erzielen“, sagte Delbrück der „Börsen-Zeitung“. Er rechne mit Hilfsmaßnahmen für konventionelle Kraftwerke aus der Politik - und die Großhandelspreise würden sich in den kommenden Jahren erholen, wenn Kohle- und Atommeiler vom Markt genommen werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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