Energie

US-Aluminiumkonzern
Alcoa kauft deutschen Titan-Hersteller

Das Geschäft mit der Luft- und Raumfahrt boomt: Der US-Konzern Alcoa kauft den deutschen Titan-Spezialisten Tital und will in der Branche expandieren. Alcoa-Chef Klaus Kleinfeld setzt auf „deutsche Ingenieurskraft“.
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DüsseldorfDer US-Aluminiumkonzern Alcoa übernimmt den deutschen Titan-Spezialisten Tital, um das Geschäft mit der Luft- und Raumfahrt zu stärken. Mit der „deutschen Ingenieurskraft“ will der deutsche Alcoa-Chef Klaus Keinfeld vor allem europäische Kunden wie Rolls Royce und Airbus besser beliefern können, sagte der frühere Siemens-Lenker im Gespräch mit dem Handelsblatt (Dienstagausgabe).

Die Tital-Übernahme passt in die von Kleinfeld vorgegebene Strategie, Alcoa von einem reinen Aluminiumhersteller zu einem Anbieter hochwertiger Materialien umzubauen. Das mittelständische Unternehmen aus dem Sauerland ereilte zuletzt einen Umsatz von 71 Millionen Euro.

„Titan ist neben Aluminium der zweitwichtigste Werkstoff in der Flugzeugindustrie geworden, und die Bedeutung wird weiter wachsen“, sagte Kleinfeld. Titan ist leichter und stärker als Aluminium und kann hoher Hitze und hohem Druck standhalten. Titanlösungen werden unter anderem in den Kompressoren der Flugzeugtriebwerke und in den Fahrwerken verwendet.

Das Material ist zwar wesentlich teurer als Aluminium, jedoch wegen seiner Vorteile bei vielen Herstellern gefragt. „In vielen Anwendungen hat die Leichtigkeit einen großen Wert“, sagt Kleinfeld. Er geht nicht davon aus, dass der rapide gesunkene Ölpreis die Nachfrage nach leichteren Materialien beeinflussen wird. „Der Druck auf die Effizienz pro Flugplatz im Flugzeug wird weiter steigen.“

Astrid Dörner ist Korrespondentin in New York.
Astrid Dörner
Handelsblatt / Deskchefin Agenda

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