Energie

Widerstand
Kommunale Versorger gegen RWE-Kapitalerhöhung

Die kommunalen Anteilseigner von RWE wollen eine Kapitalerhöhung des Energiekonzerns verhindern. RWE-Chef Peter Terium ist damit in seinem Handlungsspielraum deutlich eingeschränkt.
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Die kommunalen Versorger, die an der RWE AG beteiligt sind, wollen verhindern, dass Deutschlands zweitgrößter Stromproduzent in diesem Jahr sein Kapital erhöht. Das erklärte Guntram Pehlke, der Chef der Dortmunder Stadtwerke AG, im Interview mit Bloomberg News.

Alle kommunalen Aktionäre seien sich einig, dass sie gegen eine Resolution stimmen werden, die RWE eine Kapitalerhöhung 2014 ermöglichen würde, sagte Pehlke, dessen Unternehmen mit 3,7 Prozent an RWE beteiligt ist.

Damit stehen sich die Stadtwerke und RWE-Chef Peter Terium in dieser Frage gegenüber. Terium hatte eine Lösung der Frage bei der Jahreshauptversammlung versprochen. RWE-Sprecher Martin Pack wollte dazu nicht weiter Stellung beziehen.

„Wir haben großes Verständnis für einen Vorratsbeschluss zur Kapitalerhöhung, aber nicht in 2014“, sagte Pehlke. „Auf der Hauptversammlung 2014 würde ein Vorratsbeschluss abgelehnt werden. Das ist einhellige Meinung der kommunalen Aktionäre.“

Terium ist damit in seinem Handlungsspielraum beim Versuch, den Versorger wieder auf eine Gewinnerstraße zu führen, eingeschränkt. RWE und der größere Konkurrent EON SE werden aufgrund der sinkenden Strompreise belastet und müssen Abschreibungen vornehmen, Anlagen stillegen - und schütten Investoren weniger aus.

In einem Jahr, in dem die Dividendenausschüttung bereits halbiert worden sei, sei es nicht akzeptabel, eine Resolution für eine Kapitalerhöhung durch das Management zu genehmigen, sagte Pehlke. Die geringere Ausschüttung habe das Ziel gehabt, eine Kapitalerhöhung zu verhindern.

Zu den kommunalen Investoren von RWE zählt auch die RW Energie-Beteiligungsgesellschaft (RWEB), der größte Anteilseigner mit 16 Prozent der Aktien. Hinzu kommen weitere Kommunalverwaltungen und kommunale Versorger. Insgesamt haben die kommunalen Investoren damit eine blockierende Minderheitsbeteiligung, wie aus Angaben des Handelsblatts hervorgeht.

Ein mögliches Recht zur Kapitalerhöhung müsste zudem vom Aufsichtsrat genehmigt werden, in dem die kommunalen Investoren ebenfalls vertreten sind.

Gegenüber dem Deutschlandfunk hatte Terium vergangene Woche erklärt, dass er sich bei der diesjährigen Hauptversammlung um die Genehmigung der Option einer Kapitalerhöhung als eine Art Absicherung bemühen werde.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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  • Dieses Problem ist doch sehr einfach zu lösen: die Kommunen nehmen einfach das Geld, das sie aus den Pachteinnahmen für die (guten) Windkraftanlagen bekommen haben und zahlen es dann als Kapitalerhöhung für die (schlechten) Versorgerkonzerne ein.
    So wie der Strom aus den (guten) Windkraftanlagen zu Spitzenzeiten ins Ausland entsorgt werden muss, so müssen auch der Einnahmen der Städte und Gemeinden aus dem Erneuerbare-Enerien-.Geschäftsmodell dann zu Lasten der Allgemeinheit auf ähnliche Weise der Vernichtung zu Gunsten der Nachhaltugkeit zugeführt werden. Mit "Wertschöpfung" für die Kommunen ist dann zwar Essig, aber "Wertschöpfung" ist im Sozialismus ohnehin eine Vokabel, die gemeinhin unbekannt zu sein scheint.
    Also: frisch ans Werk und raus mit der Kohle!
    So langsam beisst sich die Katze in den Schwanz. Wer das (gute) "Neue" will, muss das "schlechte "Alte" abschaffen. Wobei die Frage bleibt: war alles "Alte" denn wirklich so schlecht und ist alles "Neue" unbedingt gut?

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