Gewinnsteigerung vorhergesagt
Kali + Salz kann Fehltritt verschmerzen

Bei den Gewinn- und Cashflow-Renditen enttäuscht Kali + Salz mit Negativ-Werten. Aber schon in diesem Jahr dürfte der Kasseler Konzern mit einer drastischen Gewinnsteigerung in die Spitzengruppe der ertragsstärksten Unternehmen zurückkehren.

FRANKFURT. Ausgerechnet der Börsenüberflieger der vergangenen Jahre ist im diesjährigen Ertragsstärke-Ranking abgestürzt. Gegenüber Rang 31 im Vorjahr fiel die Kali + Salz AG auf Rang 126 zurück. Gemessen an den Kennziffern des Handelsblatt-Firmenchecks überzeugte der Düngemittelproduzent nur noch bei der Eigenkapitalquote. Bei den Gewinn- und Cashflow-Renditen dagegen sorgten rote Zahlen für Negativ-Werte. Bei 3,3 Mrd. Euro Umsatz verbuchte K+S 2007 einen Verlust von 93 Mill. Euro.

Das alles hat indessen mit dem operativen Geschäft nur ganz indirekt etwas zu tun und wird wohl auf absehbare Zeit ein einmaliger Vorgang bleiben. Schon 2008 dürfte der Kasseler Konzern mit einer drastischen Gewinnsteigerung in die Spitzengruppe der ertragsstärksten Unternehmen zurückkehren, wo ihn auch die aktuelle Börsenbewertung von rund 15 Mrd. Euro ansiedelt. Insofern verdeutlicht das Beispiel K+S auch die Grenzen einer punktuellen Ertragskraftbewertung.

Die roten Zahlen des designierten Dax-Aufsteigers resultieren ausschließlich aus komplexen Devisenoptions-Geschäften, mit denen das Unternehmen in den Jahren 2003 bis 2007 seine Dollareinnahmen (von netto etwa 700 Mill. Dollar pro Jahr) absicherte. Diese Transaktionen halfen in den Vorjahren, den negativen Effekt der Dollarabwertung zu mildern und hatten damit einen positiven Ertragseffekt. Sie entpuppten sich 2007 aber als Fehlspekulation.

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