49 Millionen Kunden in Deutschland
Ikea senkt ab September die Preise

Der schwedische Möbelgigant Ikea senkt ab 1. September in Deutschland die Preise um durchschnittlich 6 %. Günstiger als im Vorjahr werden vor allem Schlafzimmer und Küchen mit Nachlässen bis zu 50 %, teilte das Möbelhaus am Dienstag in Frankfurt mit. Zudem erweitert Ikea sein Sortiment an Landhaus-Möbeln, um neue Kunden zu gewinnen.

HB FRANKFURT/MAIN. „Trotz Konsumflaute wollen wir auch 2005 zweistellig wachsen und breitere Käuferschichten ansprechen“, sagte der Geschäftsführer von Ikea Deutschland, Werner Weber, am Dienstag in Frankfurt. Ziel sei es, im nächsten Jahr 25 % mehr Möbel zu verkaufen.

Für das Geschäftsjahr 2003/2004 (31. August) rechnet Ikea mit rund 49 Mill. Kunden hierzulande. Der Umsatz werde sich voraussichtlich auf 2,45 Mrd. € belaufen. Das entspräche einem Plus von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr beziehungsweise flächenbereinigt von fünf Prozent. Das Ergebnis sei „sehr zufrieden stellend“ gewesen, sagte Weber. Die endgültigen Zahlen wird das Möbelhaus im Oktober bekannt geben. 2004 investierte Ikea rund 250 bis 300 Mill. € in den Neubau und die Erweiterung der heute 33 Standorte in Deutschland. Neue Einrichtungshäuser sind 2005 in Duisburg, Siegen und Osnabrück geplant.

Die Investition in die neue Preisoffensive beliefen sich auf 130 Mill. €, sagte Weber. Neue Materialien, größere Einkaufsvolumen und eine rationellere Distribution machten das Angebot möglich. Die Preise gelten vom Erscheinen des neuen Jubiläums-Kataloges am 1. September für ein Jahr lang. „An kurzfristigen Rabattaktionen werden wir uns nach wie vor nicht beteiligen.“ Ikea Deutschland mit Sitz in Hofheim-Wallau feiert Mitte Oktober sein 30-jähriges Jubiläum.

Die Preissenkungen haben nach Worten des Geschäftsführers nichts mit den unterschiedlichen Verkaufspreisen zwischen einzelnen Ländern zu tun. Diese Unterschiede resultierten allein aus unterschiedlichen Standortkosten. Das Europäische Verbraucherzentrum hatte in einem Ländervergleich kürzlich herausgefunden, dass Kunden in den deutschen Ikea-Häusern bei vielen Produkten mehr als in Nachbarländern wie Polen oder den Niederlanden zahlen müssten. „Deutschland ist nicht das Hochpreisland“, sagte Weber. Ikea strebe aber eine Harmonisierung der Preise an.

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