Absatzschwäche
Foot Locker stellt sich selbst zum Verkauf

Der US-Sportschuhhändler Foot Locker zieht Konseuquenzen aus den drastischen Gewinneinbrüchen und hat sich für potenzielle Käufer geöffnet. Nachdem die Kette zuletzt selbst mit einer Übernahme gescheitert ist, kümmert sich nun zunächst eine Investmentbank um das Unternehmen.

cs DÜSSELDORF. Der amerikanische Einzelhandelskonzern Foot Locker stellt sich selbst zum Verkauf. Wie der größte US-Sportschuhhändler mitteilte, habe er die Investmentbank Lehman Brothers für die Verhandlungen eingeschaltet. Es seien bereits Angebote eingegangen. Die Aktie kletterte um zwei Prozent.

In der vergangenen Woche hatten amerikanische Zeitungen berichtet, sowohl die Private-Equity-Gesellschaft Apollo wie auch der Milliardär Michael Ashley, der hinter dem Einzelhändler Sports World International steht, interessierten sich für Foot Locker. Als Grund für die Verkaufsbereitschaft wurde die gescheiterte Übernahme des Wettbewerbers Genesco genannt, aber auch das schwache Geschäft in den Filialen. Im vergangenen Jahr noch hatte Foot Locker bei 5,75 Mrd. Dollar Umsatz unterm Strich 247 Mill. Dollar verdient. Im ersten Quartal 2007 blieben von den Erlösen von 1,3 Mrd. Dollar nur noch 17 Mill. Dollar in der Kasse.

Um sich von Ladenhütern zu trennen, hatte Foot Locker im zweiten Quartal mit Ausverkäufen begonnen. Diese werden das Unternehmen mit 55 Mill. Dollar belasten, kündigte die Konzernleitung gestern an. Statt eines vorausgesagten Gewinns pro Aktie von 15 bis 20 Cent rechne sie nun mit einem Verlust von 17 bis 20 Cent.

Der Filialist wurde 1974 von dem New Yorker Woolworth-Konzern gegründet. Dieser verkaufte 1997 sämtliche Woolworth-Häuser, nannte sich in Venator um und konzentrierte das Geschäft allein auf die Sportschuh-Kette. Seit 1999 firmiert der Konzern unter dem Namen Foot Locker. Der Filialist ist in 20 Ländern aktiv, darunter auch in Deutschland, und beschäftigt 44 000 Mitarbeiter in über 3 900 Läden.

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